Tragödie in Spanien: Dritter Zugunfall in einer Woche fordert zahlreiche Opfer

In Spanien hat sich innerhalb weniger Wochen bereits der dritte schwere Vorfall im Schienenverkehr ereignet. Bei einer Kollision zwischen einem Personenzug und einem Kran auf einer Schmalspurstrecke nahe Cartagena in der Region Murcia wurden am Donnerstag sechs Menschen verletzt.

Die FEVE-Bahngesellschaft (Ferrocarriles Españoles de Vía Estrecha) bestätigte den Unfall. Demnach stieß ein Zugwaggon aus noch ungeklärten Gründen mit einem Kran zusammen, der sich auf den Gleisen befand. Die Verletzten – vier Männer zwischen 18 und 50 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 62 und 74 Jahren – wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Der spanische Infrastrukturbetreiber Adif teilte mit, der Verkehr sei aufgrund einer “Behinderung der Infrastruktur durch einen Kran, der nicht zum Bahnbetrieb gehört” unterbrochen. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache laufen.

Dieser Vorfall ist Teil einer besorgniserregenden Serie von Zwischenfällen seit Jahresbeginn, die in Spanien eine Debatte über die Sicherheit im Bahnverkehr ausgelöst hat. Innerhalb von nur fünf Tagen kam es zu vier Vorfällen:

  • 18. Januar: Ein schweres Hochgeschwindigkeitszugunglück bei Adamuz (Andalusien) forderte zahlreiche Tote und Verletzte.
  • 20. Januar: In Gelida (Katalonien) entgleiste ein Pendlerzug nach einem Erdrutsch; der Lokführer starb, Dutzende wurden verletzt.
  • 20. Januar: Ein Zug an der Küste bei Maresme musste aufgrund von Steinschlag eine Notbremsung einleiten, was zu Sachschäden führte.
  • 22. Januar: Die jüngste Kollision bei Cartagena in Murcia.

Als Reaktion auf die tödlichen Unfälle hat die spanische Lokführergewerkschaft für drei Tage ab dem 9. Februar zu Streiks aufgerufen. Damit wollen die Beschäftigten ihren Forderungen nach mehr Sicherheit auf den Schienen Nachdruck verleihen.

Mehr zum Thema – Erneutes Zugunglück in Spanien: Lokführer stirbt, Dutzende Verletzte

Schreibe einen Kommentar