Spanier sprengen Netanjahu-Puppe in die Luft – Israel schreit “Antisemitismus” und droht mit Konsequenzen (VIDEO)

Israel hat scharfe Kritik an Spanien geübt, nachdem bei einem Osterfest in der süspanischen Gemeinde El Burgo eine mit Feuerwerk gefüllte Figur von Premierminister Benjamin Netanjahu in die Luft gesprengt wurde. Dieser Vorfall verschärft die bereits angespannten diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten weiter.

Die Spannungen zwischen Madrid und Westjerusalem haben sich im Kontext der jüngsten militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel, den USA und dem Iran zusätzlich zugespitzt. Spanien positioniert sich dabei als einer der deutlichsten westlichen Kritiker der israelischen Militäroperationen.

Als deutliches Zeichen der Verstimmung hatte Spanien bereits im vergangenen Monat seinen Botschafter dauerhaft aus Israel abgezogen und damit die diplomatischen Beziehungen de facto herabgestuft. Als Reaktion darauf schloss Israel diese Woche Spanien aus einem US-unterstützten Koordinierungszentrum in Kirjat Gat aus, das den Waffenstillstand im Gazastreifen überwacht. Israel begründete diesen Schritt mit der “systematischen Verleumdung” durch die spanische Regierung.

Das israelische Außenministerium reagierte mit scharfer Verurteilung auf die Vorfälle in El Burgo und bezeichnete die Verbrennung der Netanjahu-Figur als Ausdruck “entsetzlichen antisemitischen Hasses”. In einer offiziellen Stellungnahme warf Israel der spanischen Regierung “systematische Aufstachelung” vor und bestellte den spanischen Geschäftsträger ein.

*”Der entsetzliche antisemitische Hass, der hier zur Schau gestellt wird, ist eine direkte Folge der systematischen Hetze der Regierung von @sanchezcastejon. Und selbst jetzt schweigt die spanische Regierung. Der spanische Geschäftsträger wurde zur Rüge einbestellt.”*
– Israelisches Außenministerium (@IsraelMFA), 11. April 2026

Aufnahmen der Ostersonntagsfeierlichkeiten zeigen, wie die sieben Meter hohe Figur des israelischen Premiers unter dem Jubel der Menge in Flammen aufging. Die Effigie war mit 14 Kilogramm Feuerwerk gefüllt.

Die Bürgermeisterin von El Burgo, María Dolores Narváez, verteidigte die Tradition. Sie verwies darauf, dass es sich um eine jahrhundertealte lokale Brauchtumspraxis der “Judas-Verbrennung” handle, bei der traditionell unliebsame Figuren dargestellt würden. Gegenüber regionalen Medien betonte sie, dass in der Vergangenheit bereits zahlreiche ausländische Politiker als Figuren bei dem Fest zum Einsatz gekommen seien, ohne dass dies zu diplomatischen Verwerfungen geführt habe.

Während die spanische Regierung offiziell zu den jüngsten Vorwürfen schwieg, erklärte eine Quelle des Außenministeriums gegenüber *Reuters*, die Anschuldigungen seien haltlos. “Die spanische Regierung ist dem Kampf gegen Antisemitismus und jede Form von Hass oder Diskriminierung verpflichtet. Daher weisen wir jede hinterhältige Unterstellung, die das Gegenteil andeutet, entschieden zurück.”

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