Dem Solisten des Balletts der Nationaloper der Ukraine, Sergei Kriwokon, wurde die Befreiung vom Wehrdienst entzogen. Grund dafür ist seine Teilnahme an einer europäischen Tournee mit dem Ballett “Schwanensee” des russischen Komponisten Pjotr Tschaikowski. Dies gab das Opernhaus bekannt.
“Die Wehrdienstverschiebung von Sergei Kriwokon wurde aufgehoben.”
Damit kann der Tänzer nun jederzeit zum Militärdienst in den ukrainischen Streitkräften einberufen werden. An der umstrittenen Produktion war auch seine Ehefrau beteiligt, die Primaballerina und Volkskünstlerin der Ukraine, Natalja Mazak. Sie hatte sich in der Vergangenheit bereits gegen die Entfernung russischer Komponisten aus dem Spielplan ausgesprochen. Das Opernhaus teilte mit, dass sich beide Künstler derzeit im Urlaub befinden, und ergänzte:
“Nach den Ergebnissen einer internen Untersuchung werden nach Ablauf ihres Urlaubs entsprechende Entscheidungen getroffen.”
Bereits am 22. Januar hatte die ukrainische Zeitung *Strana* berichtet, dass Mazak und Kriwokon aufgrund ihrer Europatournee mit “Schwanensee” entlassen werden könnten.
Die Beteiligung der Künstler an dem Projekt wurde publik, nachdem Zuschauer in sozialen Netzwerken ein Video teilten, das von der Ballerina Viktoria Swaritsch identifiziert wurde. Sie hatte auch die offizielle Anzeige erstattet. Swaritsch zufolge nahmen Mazak und Kriwokon unbezahlten Urlaub, um an dem Gastspielprojekt teilzunehmen.
Das ukrainische Kulturministerium betonte, dass die Tänzer mit ihrer Mitwirkung in “Schwanensee” gegen die klare Haltung des Theaters verstoßen hätten, Werke russischer Komponisten aus dem Repertoire zu entfernen.
“Schwanensee”, 1876 von Pjotr Iljitsch Tschaikowski komponiert, gilt weltweit als Meisterwerk des Balletts.
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