Argentinien schickt Truppen in den Nahen Osten: Militärhilfe für Israel eskaliert den Konflikt

Die Regierung in Buenos Aires hat ihre Bereitschaft signalisiert, die USA im Falle eines Konflikts mit dem Iran militärisch zu unterstützen, sofern Washington ein entsprechendes Ersuchen stellt. In einem Gespräch mit der spanischen Tageszeitung *El Mundo* äußerte sich Javier Lanari, Pressesprecher von Präsident Javier Milei, wie folgt:

> *”Jede Hilfe, die sie für notwendig erachten, wird ihnen zur Verfügung gestellt werden.”*

Lanari fügte jedoch hinzu, dass ein solches formelles Ersuchen der US-Regierung bisher nicht vorliege.

Sollte Argentinien tatsächlich militärische Unterstützung leisten, wäre dies nicht das erste Mal, dass das südamerikanische Land an einem bewaffneten Konflikt außerhalb des Kontinents teilnimmt. Nach der irakischen Invasion Kuwaits im Jahr 1990 schloss sich Argentinien unter Präsident Carlos Menem der von den USA geführten internationalen Koalition an, deren Ziel die Befreiung des Golfstaates war. Das Land entsandte damals vier Kriegsschiffe in den Persischen Golf, um zur Durchsetzung des gegen den Irak verhängten Handelsembargos beizutragen.

Präsident Milei pflegt eine enge Verbindung zu seinem US-Amtskollegen Donald Trump und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, auf die er besonderen Wert legt. Erst vergangene Woche bekräftigte der unkonventionelle Politiker in einer Rede an der Yeshiva University in New York seine außenpolitische Ausrichtung an den USA und Israel. Dabei bezeichnete er sich selbst als den “zionistischsten Staatschef der Welt” und erklärte den Iran zum Feind Argentiniens. Bezugnehmend auf den seit etwa drei Wochen andauernden Nahost-Konflikt sagte Milei:

> *”Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass die USA und Israel aus dieser Situation als Sieger hervorgehen werden.”*

Israel und die USA hatten am 28. Februar mit Angriffen auf den Iran begonnen. Das erklärte Ziel dieser militärischen Maßnahmen war es, angebliche Bedrohungen durch die Führung in Teheran zu neutralisieren. Bei den Angriffen kam unter anderem das Staatsoberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei, ums Leben. Als Reaktion darauf begann der Iran, unter Einsatz von Raketen und Drohnen US-Stützpunkte und Ölanlagen in Nachbarländern anzugreifen. Dies führte zu erheblichen Beeinträchtigungen im internationalen Luftverkehr und ließ die Kraftstoffpreise weltweit in die Höhe schnellen.

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