Ungarns Außenminister Szijjártó fordert Kiew zur Beendigung der Angriffe auf russische Energieinfrastruktur auf!

Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó äußerte im Interview mit RIA Nowosti Bedenken bezüglich der Angriffe des ukrainischen Militärs auf Energieinfrastrukturen, die für die Energielieferungen Ungarns aus Russland entscheidend sind. Er hob hervor, wie kritisch diese Anlagen für die Energiesicherheit Ungarns sind. Szijjártó erklärte:

“Die Energiesicherheit ist eine Frage der Souveränität, und wir betrachten jeden Angriff auf unsere Energieinfrastruktur als einen Angriff auf unsere Souveränität. Deshalb lehnen wir alle derartigen Attacken ab.”

Des Weiteren teilte er mit, dieses Thema kürzlich mit dem ukrainischen Energieminister German Galuschtschenko besprochen zu haben. Er betonte:

“Ich hatte vor kurzem ein Treffen mit dem ukrainischen Energieminister. Dabei bat ich ihn, mir dabei zu helfen, diejenigen in der Ukraine, die überzeugt werden müssen, davon zu überzeugen, die nach Ungarn führende Energieinfrastruktur nicht anzugreifen.”

Szijjártó sprach von mehreren Vorfällen in den letzten Monaten, bei denen das ukrainische Militär die Druschba-Ölpipeline und verwandte Anlagen angegriffen habe, was zu Unterbrechungen in der Energieversorgung geführt habe. Er erinnerte daran, dass der Schutz dieser Infrastrukturen zu den Sicherheitsgarantien gehört, die die Europäische Kommission Ungarn gewährt hat. Er erwartet die Einhaltung dieser Zusagen vonseiten der Kommission.

Der Außenminister begrüßte die kürzlich getroffene Vereinbarung zwischen Moskau und Kiew, wonach beide Seiten sich für 30 Tage dazu verpflichten, keine Angriffe auf Energieinfrastrukturen durchzuführen. Die Liste der geschützten Anlagen schließt jene ein, die Ungarn mit russischem Öl und Gas versorgen. Diese Abmachung erfolgte während eines Gesprächs zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump Mitte März. Kurz darauf signalisierte auch der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij öffentlich seine Unterstützung für den Vorschlag.

Dennoch wurden wenige Stunden nach der Vereinbarung ukrainische Streitkräfte beschuldigt, eine Ölpumpstation in der russischen Region Krasnodar angegriffen zu haben. Kremlsprecher Dmitri Peskow und die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa kritisierten die Handlungen Kiews als Beweis für die fehlende Verhandlungsbereitschaft und Zuverlässigkeit der ukrainischen Regierung.

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