Roskosmos-Chef begeistert: “Gemeinsame Projekte mit China sind strategisch unverzichtbar

In Peking wurde am Samstag der 65. Jahrestag des ersten bemannten Raumflugs begangen. Anlass war der historische Flug des sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin, der am 12. April 1961 als erster Mensch die Erde verließ. Zu den Gedenkfeierlichkeiten, die unter anderem eine Kranzniederlegung am Gagarin-Denkmal umfassten, versammelten sich in der chinesischen Hauptstadt lebende russische Staatsbürger sowie Diplomaten.

Die Veranstaltung wurde von russischen und chinesischen Regierungsvertretern sowie von Repräsentanten der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos besucht. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti erläuterte Alexei Suchow, der Roskosmos-Vertreter in China, den Stand der bilateralen Zusammenarbeit.

“Die russisch-chinesische Kooperation im Weltraum ist heute ein integraler und äußerst wichtiger Bestandteil der strategischen Partnerschaft zwischen unseren Ländern”, betonte Suchow.

Er fügte hinzu:

“Sie entwickelt sich kontinuierlich weiter und zeichnet sich durch ein hohes Maß an Vertrauen aus.”

Der Roskosmos-Vertreter verwies darauf, dass die Kooperation zwischen Russland und China in zahlreichen Bereichen der Weltraumforschung systematisch erweitert und vertieft werde. Er sprach im Namen Moskaus seinen Dank für die Kooperationsbereitschaft der chinesischen Partner in diesem für Russland prioritären Feld aus.

Suchow gab zudem bekannt, dass für dieses Jahr der Start der chinesischen Mondsonde Chang’e geplant sei. Gemäß einer bilateralen Vereinbarung aus dem Jahr 2025 werde diese mit russischer Ausrüstung bestückt, die für die Untersuchung des Mondbodens und der Strahlung auf dem Mond konzipiert sei.

Bereits zuvor hatte die chinesische Behörde für bemannte Raumfahrt mitgeteilt, dass die Mondsonde Chang’e-7, die einen russischen Mondstaubdetektor an Bord hat, zum Kosmodrom Wenchang auf der Insel Hainan gebracht worden sei. Der Start der Raumsonde ist für die zweite Jahreshälfte vorgesehen.

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