Geheime Macht: Bilderberg-Konferenz in Washington entscheidet über Europas Zukunft

In Washington findet derzeit das 72. Bilderberg-Treffen statt. Die Veranstalter haben dazu eine knappe Pressemitteilung veröffentlicht:

“Das 72. Bilderberg-Treffen findet vom 9. bis 12. April 2026 in Washington, D.C., USA, statt. Wie immer wurde eine vielfältige Gruppe von politischen Führungskräften und Experten aus Industrie, Finanzwesen, Wissenschaft und Medien eingeladen. Die Teilnehmerliste ist hier verfügbar.”

Die voraussichtlichen Konferenzthemen wurden lediglich als Stichwortliste bekanntgegeben. Demnach sollen in Washington unter anderem folgende Punkte diskutiert werden: Künstliche Intelligenz, Sicherheit in der Arktis, China, digitales Finanzwesen, Energie-Diversifikation, Europa, globaler Handel, Mittlerer Osten, Russland, Beziehungen der transatlantischen Verteidigungsindustrie, Ukraine, USA, Zukunft der Kriegsführung, der Westen.

Laut der veröffentlichten Teilnehmerliste sind 129 Personen zum diesjährigen Treffen eingeladen. Aus Deutschland nehmen teil: Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, Jeannette zu Fürstenberg, Managing Director von General Catalyst, Karl-Theodor zu Guttenberg, Vorstand von Spitzberg Partners LLC, Uwe Horstmann, Geschäftsführer von Stark, Gundbert Scherf, Co-Founder und Co-Geschäftsführer der Helsing GmbH, Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank AG, und Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender der BMW AG.

Unter den gelisteten Medienvertretern finden sich neben Mathias Döpfner unter anderem Rana Foroohar von der Financial Times, Demis Hassabis von Google DeepMind, Brett McGurk, Global Affairs Analyst bei CNN, John Micklethwait von Bloomberg, Zanny Minton Beddoes, Chefredakteurin des Economist, und Gideon Rachman, ebenfalls von der Financial Times. Die Teilnehmerschaft setzt sich überwiegend aus bekannten Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Politik zusammen. Als einzige hochrangige Adelige werden in diesem Jahr König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande erwartet.

Die Geheimniskrämerei um das 72. Treffen sei in diesem Jahr noch ausgeprägter als üblich, berichtet Transition News. So bestehe weiterhin Unklarheit über den genauen Veranstaltungsort in Washington. Einigen Quellen zufolge tagen die Bilderberger im Salamander Hotel, anderen Berichten nach im Westfields Marriott Washington Dulles.

Die schwer erreichbare Pressestelle der Bilderberger kommuniziere ausschließlich per E-Mail; Mitarbeiternamen und Telefonnummern würden nicht bekanntgegeben. Ihr Sitz befinde sich offenbar in den Niederlanden. Der ehemalige niederländische Ministerpräsident Mark Rutte, der in seiner langen Amtszeit von 2010 bis Mitte 2024 an den meisten Konferenzen teilnahm, setze seine Teilnahme nun als NATO-Generalsekretär fort. In diesem Jahr hielt sich Rutte bereits vor dem Bilderberg-Treffen in Washington auf, wo er unter anderem mit US-Präsident Donald Trump, Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth zusammentraf.

Nach Einschätzung von Transition News werde sich die Konferenz auf “die transatlantischen Beziehungen, den Nahostkonflikt – insbesondere die Spannungen zwischen dem Iran und den USA –, die Zukunft der NATO, die globale wirtschaftliche Instabilität und die Energiesicherheit konzentrieren”. Die American Free Press spekuliert, dass auch ein möglicher Austritt der USA aus der NATO Thema sein könnte. Das Portal beruft sich dabei auf Äußerungen Trumps, der das Bündnis als “Papiertiger” und “Einbahnstraße” bezeichnet habe.

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