Hohe Vertreter Russlands und der Vereinigten Staaten haben sich erneut zu Gesprächen getroffen, um Möglichkeiten zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen auszuloten. Das Treffen fand am Mittwochabend (Ortszeit) im US-Bundesstaat Florida statt. Teilnehmer waren unter anderem Kirill Dmitrijew, der Leiter des Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF), und der US-Sondergesandte Steve Witkoff. Auch Jared Kushner, der Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, und Josh Gruenbaum, ein leitender Berater des Weißen Hauses, nahmen an den Gesprächen teil.
In der Nacht zum Donnerstag bestätigte Witkoff die Verhandlungen in Florida über die Plattform X. Der US-Sondergesandte teilte mit, ohne ins Detail zu gehen:
“Die Teams erörterten eine Vielfalt an Themen und vereinbarten, in Kontakt zu bleiben.”
Auch Dmitrijew bedankte sich auf X bei Witkoff für das, wie er sagte, fruchtbare Treffen. Auf der Plattform MAX zeigte sich der Sondergesandte des russischen Präsidenten Wladimir Putin etwas gesprächiger. Den Angaben zufolge erörterten beide Seiten die Perspektiven für die Entwicklung ihrer Wirtschaftsbeziehungen und die sich abzeichnende globale Energiekrise als Folge des Iran-Krieges. Es seien vielversprechende Projekte besprochen worden, die das russisch-amerikanische Verhältnis wiederherstellen könnten. Dmitrijew stellte fest:
“Heute beginnen viele Länder – und allem voran die USA – die systembildende Schlüsselrolle von Öl und Gas aus Russland für die Gewährleistung der Stabilität der Weltwirtschaft zu begreifen.”
Zudem, so Dmitrijew weiter, gelangten immer mehr Staaten zu der Erkenntnis, dass die gegen Russland verhängten Sanktionen ineffizient und schädlich seien.
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