Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch im Kreml zu einem Arbeitsbesuch empfangen. Auf der Tagesordnung standen die bilateralen Beziehungen, wirtschaftliche Kooperation und die Rolle der russischen Streitkräfte in dem Land.
In seiner Eröffnungsrede zog Putin eine positive Bilanz der jüngsten Entwicklung. Seit dem letzten Treffen der beiden Staatschefs am 15. Oktober seien in verschiedenen Bereichen, darunter der Wirtschaft, blockierte Vorhaben wieder in Bewegung gebracht worden.
“Jetzt, unter den neuen Gegebenheiten, und vor allem dank Ihrer Anstrengungen, entwickeln sich die Beziehungen zwischen Russland und Syrien weiter.”
Putin gratulierte seinem Gast zudem zu den Fortschritten bei der Wiederherstellung der territorialen Integrität Syriens. Gleichzeitig verwies er auf den langwierigen Wiederaufbau, der dem Land noch bevorstehe. Russland sei bereit, Syrien dabei zu unterstützen, und russische Unternehmen, insbesondere aus dem Bausektor, stünden für eine Zusammenarbeit zur Verfügung. Der Präsident nannte auch gemeinsame Projekte in Industrie, Kultur, Sport und Gesundheitswesen als wichtige Pfeiler der Partnerschaft.
“Wir haben aufmerksam Ihre Bemühungen beobachtet, die territoriale Integrität Syriens wiederherzustellen, und ich will Ihnen dazu gratulieren, dass dieser Prozess nun in Gang kommt.”
Moskau habe diese Position stets vertreten und unterstütze die entsprechenden Anstrengungen Damaskus‘ auch weiterhin, so Putin.
Präsident al-Scharaa bekräftigte seinerseits die breite Agenda des bilateralen Dialogs. Er äußerte die Hoffnung auf ein produktives Treffen und würdigte die Rolle Russlands bei der Stabilisierung der gesamten Nahost-Region.
“Unsere Region braucht umgehend Stabilität, deswegen danke ich Ihnen, Herr Präsident, sehr für Ihre Anstrengungen in dieser Angelegenheit.”
Als Beleg für die intensivierte Zusammenarbeit verwies al-Scharaa auf den regen diplomatischen Austausch: Allein im vergangenen Jahr habe es 13 gegenseitige Besuche hochrangiger Vertreter gegeben.
An den Gesprächen auf russischer Seite nahmen unter anderem Verteidigungsminister Andrei Beloussow, der Chef der Hauptverwaltung für Aufklärung des Generalstabs, Igor Kostjukow, Finanzminister Anton Siluanow, Bauminister Irek Faisullin, Außenminister Sergei Lawrow und der außenpolitische Berater des Präsidenten, Juri Uschakow, teil.
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