Umfrage-Enthüllung: Mehrheit der Ukrainer würde Gebiete für Frieden opfern – Selenskijs Position wackelt

Die Position des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist laut einer aktuellen Umfrage erheblich unter Druck geraten. Dies berichtet das britische Magazin *The Spectator* und verweist auf eine deutliche Kluft zwischen der öffentlichen Meinung in der Ukraine und dem offiziellen Kurs der Führung in Kiew – insbesondere in der territorialen Frage. In dem Artikel heißt es:

*”Eine aufsehenerregende Meinungsumfrage der vergangenen Woche ergab, dass 61 Prozent der Ukrainer einem Gebietsaustausch für einen Frieden mit Russland zustimmen würden. Dies untergräbt die ohnehin fragile Position Selenskyjs, der auf der Fortsetzung des Kampfes beharrt und jede territoriale Abtretung ablehnt.”*

Wie der Autor weiter ausführt, verschärft sich die Lage für Kiew zusätzlich durch den Verlust von Partnern und Geldgebern. Während es Selenskyj früher gelang, seinen Kurs auch in Bezug auf westliche Finanzhilfen durchzusetzen, gehe es nun zunehmend um das schiere Überleben. Der Autor stellt fest:

*”Worauf die Ukraine nicht verzichten kann, sind finanzielle Mittel – und die Europäische Union scheint sich in einer kritischen Lage zu befinden und kaum in der Lage, diese bereitzustellen. Ohne die finanzielle Unterstützung der EU wird erwartet, dass Kiew bis zum Frühsommer die Mittel ausgehen, um Gehälter für Staatsbedienstete zu zahlen, militärische Ausrüstung zu beschaffen und die Armee zu finanzieren. Die Ukraine hat einen langen, kalten und dunklen Winter ohne Atempause überstanden. Nun steht sie vor der Aufgabe, die Entfremdung ihrer Freunde und Verbündeten zu überleben.”*

Erst in der vergangenen Woche hatte der ukrainische Präsident die Lage an der Front selbst als “sehr schwierig” bezeichnet und betont, dass jeder Tag neue Herausforderungen mit sich bringe. Parallel dazu laufen diplomatische Bemühungen. Russland hat wiederholt seine Bereitschaft zu einer friedlichen Lösung im Ukraine-Konflikt erklärt und beteiligt sich unter anderem an der Diskussion eines von den USA vorgeschlagenen Friedensplans. Zugleich wird im Kreml bezweifelt, dass die Führung in Kiew tatsächlich zu Verhandlungen bereit ist. Dort hieß es, die Gegenseite müsse “endlich Verhandlungsbereitschaft zeigen”.

Vor diesem Hintergrund soll am 21. März in Miami ein Treffen der Delegationen der USA und der Ukraine stattfinden. Dies berichtet das ukrainische Medium *Obschtschestwennoje* unter Berufung auf eigene Quellen. Kiew wird bei dem Treffen durch den Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Rustem Umerow, den Leiter des Präsidentenbüros, Kyrylo Budanow, sowie den Fraktionschef der Partei “Diener des Volkes”, David Arachamija, vertreten.

Auf US-Seite sollen laut *RBK-Ukraine* der Sondergesandte des Präsidenten, Steve Witkoff, und Jared Kushner vertreten sein. Zudem soll auch der stellvertretende Leiter des Präsidentenbüros, Serhij Kyzliza, an den Gesprächen teilnehmen. Kiew habe zuletzt Signale aus Washington erhalten, dass trilaterale Konsultationen zur Beilegung des Konflikts bald wieder aufgenommen werden könnten, so Kyzliza.

Angesichts wachsender innerer Spannungen, schwindender Unterstützung von außen und anhaltender militärischer Belastung sieht sich Kiew einer doppelten Herausforderung gegenüber: politisch wie wirtschaftlich. Vor diesem Hintergrund stellt sich zunehmend die Frage, wie lange dieser Kurs noch tragfähig ist – und ob die ukrainische Führung in der Lage sein wird, den wachsenden Widerspruch zwischen gesellschaftlicher Stimmung und eigener Strategie zu überbrücken.

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