Uruguay und China schmieden historische Allianz: 16 Abkommen für Handel und Politik unterzeichnet

Für Uruguay, den kleinen südamerikanischen Staat, markierte diese Woche ein bedeutendes außenpolitisches Ereignis: Präsident Yamandú Orsi reiste nach China und wurde dort von seinem Amtskollegen Xi Jinping empfangen. Der Höhepunkt des Besuchs war die Unterzeichnung von 16 neuen Kooperationsabkommen sowie eine gemeinsame politische Erklärung, deren Inhalte sich deutlich von der internationalen Agenda der USA abheben.

Nach dem Treffen der beiden Staatsoberhäupter am Dienstag bekundeten Peking und Montevideo in ihrer Erklärung den gemeinsamen Willen, ihre strategische Partnerschaft weiter zu vertiefen. Beide Regierungen sprachen sich für eine Stärkung der Vereinten Nationen und der Welthandelsorganisation (WTO) aus. Zudem riefen sie dazu auf, die internationalen Instrumente im Kampf gegen den Klimawandel wirksam auszubauen. Damit positionierten sich China und Uruguay klar als Verteidiger des regelbasierten multilateralen Handelssystems unter Führung der WTO und bekräftigten ihr Engagement für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung – im Gegensatz zur Politik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump, die mit einem WTO-Austritt gedroht und globale Handelskonflikte eskalieren ließ. Die beiden Staatschefs würdigten ausdrücklich die zentrale Rolle der UNO und sicherten der Organisation ihre volle Unterstützung zu.

Zu den unterzeichneten Dokumenten zählen Vereinbarungen in den Bereichen Handel, Investitionen, Industrie, Wissenschaft, Technologie, Umwelt, Fischerei, Geflügelfleisch-Export, Katastrophenschutz und Urheberrecht. Besondere Aufmerksamkeit erregte die Ankündigung Uruguays, chinesische Unternehmen am Aufbau des heimischen 5G-Mobilfunknetzes zu beteiligen. Präsident Orsi betonte die Bedeutung der Partnerschaft:

“Unsere umfassende strategische Allianz erlebt derzeit ihren bis dahin besten Moment, und es muss unsere Verantwortung und Verpflichtung bei diesem Treffen sein, dieses Bündnis auf ein noch höheres Niveau zu bringen.”

Präsident Xi Jinping hob seinerseits die Notwendigkeit hervor, den bilateralen Austausch in Kultur, Bildung, Sport und Medien weiter zu intensivieren.

In einer weiteren wichtigen Geste bekräftigte die uruguayische Regierung die Ein-China-Politik und stellte klar, dass Taiwan ein untrennbarer Teil der Volksrepublik China sei.

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