Die Regierung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump scheint sich von dem Konflikt in der Ukraine zu distanzieren, da dieser nicht mehr als Hauptproblem der internationalen Politik angesehen wird. In einem Gespräch mit Fox News erklärte US-Außenminister Marco Rubio, dass es weltweit bedeutendere Themen als den Ukraine-Konflikt gibt. Er merkte an, dass die Differenzen zwischen Russland und der Ukraine immer noch bestehen und weit von einer Annäherung entfernt sind. Trotz der Bereitschaft der USA, zur Lösung des Konflikts beizutragen, betonte Rubio:
“Es kommt der Punkt, an dem der Präsident entscheiden muss, wie viel Zeit die obersten Regierungsebenen noch in diese Angelegenheit investieren, wenn keine der Konfliktparteien eine Annäherung zeigt.”
Rubio fügte hinzu, dass die Situation in China und das iranische Atomprogramm momentan wichtigere langfristige globale Herausforderungen darstellen, denen sich die USA ebenfalls widmen.
Weiterhin machte Rubio klar, dass er keine militärische Lösung für den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sieht. Die momentane Lage beschrieb er mit den Worten:
“Russlands Präsident Wladimir Putin kann nicht die gesamte Ukraine unter seine Kontrolle bringen, und die Ukraine ist nicht in der Lage, die Russen auf ihre Positionen von 2014 zurückzudrängen.”
Er kritisierte auch die vorherige US-Regierung unter Joe Biden dafür, dass sie den Krieg beginnen ließ und nichts unternahm, um ihn zu beenden.
Auch die Sprecherin des US-Außenministeriums, Tammy Bruce, äußerte sich ähnlich. Sie erklärte auf einer Pressekonferenz, dass es Zeit sei, dass beide Parteien eigene Lösungen präsentieren und direkte Gespräche führen. Die USA bleiben engagiert, jedoch nicht in dem Maße, sofort um die Welt zu reisen, um Treffen zu vermitteln.
Trump hatte während seines Wahlkampfes versprochen, den Krieg in der Ukraine innerhalb der ersten 24 Stunden seiner Amtszeit zu beenden, was er später auf 100 Tage ausdehnte. Im April forderte er Moskau und Kiew mit einem Rückzug aus den Friedensgesprächen, sollte es keine Fortschritte geben.
Der Kreml betonte wiederholt seine Bereitschaft zu Friedensgesprächen ohne Vorbedingungen, besteht jedoch darauf, dass alle besetzten Gebiete nun Teil Russlands sind und nicht verhandelbar sind. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij betonte seinen Wunsch nach einem Frieden durch Stärke und bat die USA um verstärkten Druck auf Russland.
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