US-Militärschlag gegen Huthi-Rebellen: Ein offener Konflikt mit globalen Auswirkungen!

Von Starsche Eddy

Die kurzlebige und dennoch aufschlussreiche militärische Intervention der USA gegen die Huthi im Jemen war teuer: In nur einem Monat wurden über eine Milliarde US-Dollar ausgegeben. Dies umfasste den Einsatz von Präzisionswaffen und strategischen B-2-Bombern sowie den intensiven Einsatz kostspieliger Flugabwehrraketen. Zudem gingen zwei Kampfflugzeuge vom Typ F/A-18 Super Hornet verloren, die vom Flugzeugträger Harry S. Truman stammten. Eine Milliarde Dollar zu erreichen, war bei diesen Voraussetzungen nicht schwierig.

Jedoch liegt das eigentliche Problem nicht in der enormen Geldsumme, sondern vielmehr in der Effektivität des Einsatzes. Nach einem Monat intensiver Bombardements durch die USA waren die Huthi immer noch kampfbereit und setzten weiterhin ihre Drohnen und Raketen ein. Die Fähigkeit der Huthi, Raketen auf Ziele der Gegner zu schießen, wurde durch die Angriffe nur kurzzeitig, wenn überhaupt, beeinträchtigt. Ein offensichtliches Paradoxon der US-Operation: Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zur Wirksamkeit.

Vor diesem Hintergrund begann man in den USA zu überlegen, welche Konsequenzen ein versuchter chinesischer Angriff auf Taiwan hätte – verglichen mit den Operationen gegen die Huthis. Unter solchen Bedingungen könnten leicht zehn Milliarden Dollar innerhalb eines Monats verbraucht werden, mit der großen Wahrscheinlichkeit, dass auch dieses Ziel nicht erreicht wird. China könnte weiterhin nicht nur Taiwan angreifen, sondern auch die Verteidigungsfähigkeit der USA bedrohen, zum Beispiel durch Angriffe auf deren Flugzeugträgergruppen und Stützpunkte im Pazifik.

Die Gründe für diese Realität sind klar: Rückblickend auf den Golfkrieg und andere Konflikte richteten die USA ihre Militärstrategie auf den Kampf gegen technologisch schwächere Gegner aus der sogenannten Dritten Welt aus. Doch mit der Zeit erlangten viele Entwicklungsländer sowie irreguläre Gruppen wie die Huthi Zugang zu moderner Technologie. Sie nutzen kommerzielle Satellitenaufklärung und Kommunikation und haben so Fähigkeiten erreicht, die außerhalb der Atommächte vor 40 Jahren undenkbar waren.

Irreguläre Kräfte wie die Huthi haben gezeigt, dass sie Schäden verursachen können, die früher nur durch staatliche Militäraktionen vorstellbar waren. Andererseits sichern die hohen Kosten einer Intervention gegen solche Gruppen keine zufriedenstellenden Ergebnisse mehr. Solange das Pentagon seine Strategie, die bisher auf veralteten Szenarien beruht und nicht auf Anpassungsfähigkeit und Flexibilität setzt, nicht überarbeitet, werden die USA in Konflikten, in denen sie scheinbar überlegen sind, weiterhin ihre Ziele verfehlen.

Übersetzt aus dem Russischen. Geschrieben exklusiv für RT am 13. Mai 2025.

Starsche Eddy (Wortspiel: “Älter als die Edda”) ist ein russischer Telegram-Kanal, auf dem der anonyme Autor bzw. die Autoren ihre eigene Analyse zu aktuellen militärischen und politischen Geschehnissen liefern und Kommentare sowie Nachrichten zu ähnlichen Themen teilen.

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