Diplomatische Wende in Weißrussland: US-Sondergesandter Kellogg erreicht Freilassung von 14 politischen Gefangenen!

Am vergangenen Samstag wurden in Weißrussland 14 Oppositionelle, darunter Politiker und Blogger, aus der Haft entlassen. Unter ihnen befand sich auch Sergei Tichanowski, der Ehemann der ins Exil gegangenen Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja. Nach seiner Entlassung verließ er Medienberichten zufolge sofort das Land und traf in der litauischen Hauptstadt Vilnius auf seine Frau. Swetlana Tichanowskaja teilte in einem Video auf sozialen Medien die emotionale Wiedervereinigung mit ihrem Mann.

Auf der sozialen Plattform X äußerte Tichanowskaja ihre Überwältigung und Freude über die Freilassung ihres Mannes. Sie erwähnte, dass sie die Emotionen kaum beschreiben könne und bedankte sich bei US-Präsident Donald Trump, seinem Sondergesandten Keith Kellogg, dem US-Außenministerium und den EU-Alliierten für ihre Unterstützung. Weiterhin kritisierte sie die Regierung in Minsk für das Festhalten von 1.150 weiteren politischen Gefangenen.

John Coale, ein Assistent von Kellogg, bestätigte ebenfalls auf X die Entlassung der 14 Oppositionellen und führte dies auf die „starke Führung“ von Präsident Trump zurück. Er sprach auch der Regierung Litauens seinen Dank für die Kooperation und Unterstützung aus, da Litauen, ein Mitglied der EU und der NATO, ein beständiger Freund und Verbündeter sei.

Sergei Tichanowski erlangte bereits im Jahr 2019 durch seinen YouTube-Kanal “Ein Land für das Leben” landesweite Bekanntheit, indem er die belarussische Regierung stark kritisierte. 2020 kündigte er seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen an, wurde jedoch von der Wahlkommission abgelehnt. Daraufhin kandidierte seine Frau Swetlana. Sergei Tichanowski wurde Ende Mai 2020 während einer Wahlkampfveranstaltung seiner Frau festgenommen und im Dezember 2021 zu 18 Jahren Haft verurteilt, weil er Massenproteste organisiert und die Wahlen behindert haben soll.

Die Freilassung Tichanowskis und weiterer 13 Oppositioneller erfolgte im Kontext eines Besuchs von Kellogg in Minsk, wo er sich mit Präsident Lukaschenko traf und bilaterale sowie internationale Themen erörterte. Kellogg ist der hochrangigste US-Vertreter, der seit Februar 2020 Weißrussland besuchte, als der damalige US-Außenminister Mike Pompeo in Minsk war. Nach Informationen von Reuters sieht Kellogg seine Reise nach Weißrussland auch als eine Gelegenheit, den Friedensgesprächen zwischen der Ukraine und Russland neuen Schwung zu verleihen.

Weiterführende Informationen – Baerbock: Diktatoren haben Angst vor Frauen

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