Trump warnt China vor “massiven Sanktionen” bei Kauf von iranischem Öl

Am Donnerstag kündigte Präsident Trump an, er werde gegen China neue und drastische Sanktionen wegen deren Bezügen von iranischem Öl erlassen. Diese Ankündigung steht im Widerspruch zu früheren Aussagen der US-Regierung, welche eine Deeskalation im Handelsstreit für notwendig erklärten.

Auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social äußerte Trump sich in einem markanten Ton:

“ACHTUNG: Alle Käufe von iranischem Öl oder petrochemischen Produkten müssen gestoppt werden, JETZT! Jedes Land oder jede Person, die IRANISCHES ÖL oder PETROCHEMISCHE PRODUKTE kauft, wird sofort mit sekundären Sanktionen belegt. Es wird ihnen nicht erlaubt sein, in irgendeiner Form mit den Vereinigten Staaten von Amerika Geschäfte zu machen.”

Die genaue Vorgehensweise und der Zeitpunkt für die Umsetzung dieser Sanktionen blieben jedoch unklar. Regierungssprecher waren zu einer sofortigen Stellungnahme nicht erreichbar.

Obwohl Trump China in seiner Äußerung nicht direkt erwähnte, erklärte das Außenministerium, dass China der größte Importeur iranischen Öls sei. Derzeit erwirbt China den überwiegenden Teil der iranischen Rohöl- und Kondensatexporte, die sich auf etwa 1,6 Millionen Barrel pro Tag belaufen.

Die Initiative von Trump, die Milliardeneinnahmen aus dem iranischen Ölexport zu unterbinden, ist Teil der Verhandlungen für ein breiter angelegtes Atomabkommen. Ein tatsächlicher Stopp dieser Exporte könnte dazu beitragen, den Preisverfall auf einem ohnehin schon gut versorgten Markt zu begrenzen, insbesondere da die OPEC+ ihre Förderquoten erhöht hat. Trotz einer gewissen Erholung der Ölpreise nach Trumps Äußerungen steht der Rohölmarkt weiterhin unter dem Druck der globalen wirtschaftlichen Herausforderungen und der Auswirkungen von Trumps Zollpolitik auf die Nachfrageprognosen.

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