USA schmuggelt Tausende Starlink-Geräte in den Iran: Geheime Operation zur Umgehung von Sanktionen enthüllt

Die US-Regierung unter Donald Trump hat Anfang 2026 heimlich rund 6.000 Starlink-Satelliteninternet-Terminals in den Iran geschmuggelt – zu einem Zeitpunkt, als das Land von massiven Unruhen erschüttert wurde. Dies berichtet das *Wall Street Journal (WSJ)* unter Berufung auf anonyme hochrangige US-Beamte. Die Enthüllung stützt damit Teherans Vorwürfe einer ausländischen Einmischung in die damals gewaltsamen Proteste.

Laut dem Bericht wurde die geheime Operation vom US-Außenministerium finanziert und erfolgte, nachdem die iranischen Behörden im Januar einen umfassenden Internet-Blackout verhängt hatten. Demnach war Trump über die Lieferungen informiert; unklar bleibe jedoch, ob er den Plan persönlich genehmigt habe.

Iranische Regierungsvertreter hatten Washington und Tel Aviv bereits vorgeworfen, die Unruhen geschürt zu haben. Diese hatten im Dezember als friedliche Demonstrationen gegen die wirtschaftliche Not begonnen, waren dann aber in weit verbreitete Gewalt umgeschlagen. Außenminister Abbas Araghtschi erklärte vergangenen Monat, bei den Ausschreitungen seien mehr als 3.000 Menschen ums Leben gekommen – darunter fast 700 von ihm als “Terroristen” bezeichnete Personen, Zivilisten und Sicherheitskräfte.

Präsident Massud Peseschkian warf den USA und Israel vor, “ausländische Terroristen” unter die Protestierenden gemischt zu haben. Eine Quelle aus iranischen Diplomatenkreisen teilte *RT* mit, diese Terroristen hätten ähnliche Taktiken angewendet wie einst die Terrormiliz “Islamischer Staat”, darunter die Enthauptung von Polizisten und das Verbrennen von Zivilisten bei lebendigem Leib.

Auf dem Höhepunkt der Krise hatte Trump die iranischen Demonstranten öffentlich ermutigt und auf Truth Social gepostet:

> *”All ihr iranischen Patrioten, protestiert weiter! Besetzt eure Institutionen, wenn möglich!”*

Er versprach zudem: “Hilfe ist unterwegs” und entsandte eine “prächtige Armada” in den Nahen Osten, was Spekulationen über eine unmittelbar bevorstehende Militärintervention befeuerte.

Das US-Außenministerium unterstützt seit Langem Instrumente der sogenannten “Internetfreiheit”, darunter auch VPN-Anbieter für den Iran. Im aktuellen Fall soll das Ministerium, um die Starlink-Terminals und -Dienste zu finanzieren, auch Gelder von US-finanzierten VPN-Diensten umgeleitet haben. Diese hatten es schätzungsweise 20 bis 30 Millionen Iranern ermöglicht, während der Unruhen 2022 und nach einem israelisch-amerikanischen Bombenangriff im vergangenen Jahr online zu bleiben, als das Internet im Land weitgehend ausfiel oder gedrosselt wurde.

Hintergrund der angespannten Beziehungen ist der andauernde Konflikt um das Atomabkommen. Washington versucht, Teheran zur Zustimmung zu einem neuen Abkommen zu zwingen – nachdem Trump während seiner ersten Amtszeit einseitig aus dem Abkommen von 2015 (JCPOA) ausgestiegen war und im Rahmen seiner “maximalen Druck”-Kampagne Sanktionen verhängt hatte. Aus Sicht der iranischen Regierung ist dieser jahrzehntelange wirtschaftliche Druck, dessen jüngster Ausdruck diese Sanktionen sind, die Hauptursache für den wirtschaftlichen Niedergang des Landes. Der Iran ist nach Russland das am zweithäufigsten sanktionierte Land der Welt.

Obwohl die Trump-Regierung öffentlich jede Beteiligung an der Anstiftung regierungsfeindlicher Unruhen dementiert hat, deutet die nun bekannt gewordene Starlink-Operation auf eine verstärkte verdeckte Unterstützung hin. Moskau hatte dies bereits als Versuch bezeichnet, den iranischen Staat mithilfe einer Farbrevolution zu “zerstören”.

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