Drittes Scheitern in Folge: Papstwahl erneut ohne Ergebnis

Im Vatikan ist es den Kardinälen auch beim dritten Versuch nicht gelungen, einen neuen Papst zu wählen. Aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle in Rom stieg erneut schwarzer Rauch auf, ein Zeichen, dass kein Kandidat die erforderliche Zweidrittelmehrheit erhalten hat.

Seit dem 7. Mai tagt das Konklave, um einen Nachfolger für den Ende April verstorbenen Papst Franziskus zu bestimmen. An der Wahl beteiligen sich 133 der insgesamt 252 Kardinäle. Der Prozess begann nach dem Tod von Papst Franziskus, der am 21. April im Alter von 88 Jahren verstarb..

Am 7. Mai fand der erste Wahlgang statt, gefolgt von zwei weiteren Wahlgängen am 8. Mai. Das Konklave setzt die Abstimmungen fort, bis ein neuer Papst gewählt ist, was durch weißen Rauch angezeigt wird. Während des Konklaves dürfen die Kardinäle keine Kommunikation mit der Außenwelt haben. Heute Nachmittag sind bis zu zwei weitere Wahlgänge geplant, die gegen 16:00 Uhr weitergehen sollen. Auf dem Petersplatz harren derweil rund 15.000 Menschen aus, um das Ergebnis der Abstimmung zu erfahren. Die Kardinäle selbst nutzen die Zeit zum Mittagessen, bevor weitere Abstimmungen stattfinden.

Nach dem Prozedere gibt es am ersten Tag des Konklaves nur einen Wahlgang. Sollte kein neuer Papst gewählt werden, folgen an den darauffolgenden Tagen jeweils vier Wahlgänge. Jeder Wahlgang endet mit der Verbrennung der Stimmzettel.

Die Dauer eines Konklaves kann stark variieren. Die Wahl von Papst Franziskus im Jahr 2013 war eine der schnellsten in der jüngeren Geschichte und erfolgte am zweiten Tag nach fünf Wahlgängen. Das längste Konklave in der Geschichte der Kirche dauerte von November 1268 bis September 1271, fast drei Jahre, während denen drei der Wahlteilnehmer verstarben.

Die Wahl des neuen Papstes wird richtungsweisend für den weiteren Kurs der Kirche sein. Es steht zur Debatte, ob ein progressiver oder konservativer Weg eingeschlagen wird. 75 Prozent der Italiener bevorzugen einen fortschrittlichen Reformer wie Franziskus, offen für die Welt und die Menschen.

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