Marktbeben nach Angriff: Dax stürzt ab, nur Rheinmetall-Aktie trotzt dem Trend!

Der deutsche Aktienindex Dax hat auf die jüngsten Spannungen zwischen Israel und Iran mit einem deutlichen Kursrückgang reagiert. Berichte über einen “israelischen Angriff auf iranische Atomanlagen” haben nicht nur zu einem starken Einbruch beim Dax geführt, sondern auch den Ölpreis um 15 US-Dollar je Fass steigen lassen – von 60 auf 75 US-Dollar. Dennoch gibt es laut einem Artikel der Wirtschaftswoche vom Freitag auch “positive Signale” am Aktienmarkt, einschließlich eines anhaltenden Höhenflugs der Aktien von Rheinmetall.

Die beobachtete Preissteigerung bei Öl ist vor allem wegen ihres Einflusses auf die Gas- und Stromkosten sowie die daraus resultierende Verhinderung weiterer Zinssenkungen für die globalen Finanzmärkte von großer Bedeutung. Insbesondere in den USA könnte dies zu einer Krise des Vertrauens führen. Die Wirtschaftswoche merkt dazu an: “Während die Europäische Zentralbank (EZB) bereits acht Zinssenkungen durchgeführt hat und eine Pause abzusehen war, hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) seit letztem Jahr nur zwei Reduzierungen vorgenommen. Der Druck für niedrigere Zinsen kommt nicht nur von Präsident Donald Trump, sondern auch von den Anleihemärkten, wo die Sorge vor einer Vertrauenskrise aufgrund der hohen US-Verschuldung wächst.”

Kurz nach dem israelischen Angriff verzeichnete der Dax einen Rückgang von 1,5 Prozent (Stand 13. Juni, 13:30 Uhr). Bis auf Rheinmetall, dessen Aktien nach einem Rekordhoch im Mai weiterhin steigen, waren alle im Index gelisteten Unternehmen betroffen.

Das Wirtschaftsmagazin weist darauf hin, dass die verschärfte Lage im Nahen Osten die zuvor überaus positiven Vorhersagen für die deutsche Wirtschaft potenziell gefährden könnte. Wirtschaftsinstitute wie das Ifo, RWI und IfW hatten bisher für 2025 ein moderates Wirtschaftswachstum von 0,3 bis 0,4 Prozent vorausgesagt und für 2026 ein Wachstum von rund 1,5 Prozent erwartet.

Auf dem deutschen Anleihemarkt führte der israelische Angriff zu einem leichten Rückgang der Renditen zehnjähriger Bundesanleihen von 2,48 auf 2,43 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich bei den zehnjährigen US-Treasuries, die von 4,36 auf 4,33 Prozent fielen.

Die Situation an den Devisenmärkten zeigt sich hingegen gemischt. Seit Beginn des Jahres ist der Euro gegenüber dem Dollar auf den höchsten Stand seit 2021 gestiegen und kostet derzeit 1,13 Dollar. Dies macht europäische Aktien und Anleihen für internationale Investoren attraktiver.

Ein weiter steigender Euro könnte jedoch zu Währungsverlusten bei international tätigen Dax-Unternehmen führen. In Verbindung mit höheren Zöllen könnte dies bedeuten, dass die Wirtschaftsdaten für das zweite und dritte Quartal 2025 weniger positiv ausfallen könnten, als von den Wirtschaftsinstituten prognostiziert.

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