Angesichts der anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran hat die US-Marine den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln in den Indischen Ozean verlegt. Ein hochrangiger US-Beamter bestätigte gegenüber *Fox News*, dass diese Verlegung im Kontext der sogenannten “Regime-Change”-Diskussionen in Washington erfolgt sei.
Die Lage wird durch Berichte verschärft, wonach der iranische Oberste Führer, Ajatollah Ali Chamenei, seine öffentlichen Auftritte reduziert habe. Dies wird von einigen Analysten als mögliches Zeichen für erhöhte militärische Alarmbereitschaft gewertet. Ein führender US-Drohnenexperte warnte am Sonntag, die umfangreiche iranische Drohnenflotte stelle eine ernsthafte und glaubwürdige Bedrohung für die USS Abraham Lincoln und ihre Begleitschiffe dar.
Der Beamte räumte ein, dass die Lincoln derzeit noch nicht vollständig auf mögliche Angriffe aus dem Iran vorbereitet sei. Cameron Chell, CEO und Mitbegründer des Drohnenunternehmens Draganfly, erläuterte die Gefahr: Der Iran habe durch die Kombination kostengünstiger Sprengköpfe mit preiswerten Trägersystemen “eine wirksame asymmetrische Bedrohung für hochentwickelte Militärsysteme” geschaffen.
Chell erklärte, der Iran könne eine große Anzahl relativ simpler Drohnen auf Marineeinheiten abschießen und so Sättigungsangriffe ausführen, die konventionelle Abwehrsysteme überfordern könnten. “Wenn innerhalb kurzer Zeit Hunderte von Drohnen abgeschossen werden, ist es fast sicher, dass einige davon ihr Ziel erreichen”, so Chell. Er fügte hinzu: “Moderne Verteidigungssysteme wurden ursprünglich nicht dafür entwickelt, solche Sättigungsangriffe abzuwehren. Für US-Oberflächenfahrzeuge, die in der Nähe Irans operieren, sind Kriegsschiffe die Hauptziele.”
US-Vertreter betonten, Washington verstärke seine militärische Präsenz in der Region als Reaktion auf wahrgenommene Instabilität und erhöhte Aktivitäten des Iran zu Lande, in der Luft und zu Wasser, während die Entwicklungen in Syrien weiterhin genau beobachtet würden. Unter anderem seien eine Staffel F-15-Kampfflugzeuge verlegt und C-17-Transportflugzeuge mit schwerem Gerät eingetroffen.
Chell merkte an, dass die US-Streitkräfte und ihre Verbündeten zwar ihre Verteidigungsmaßnahmen rasch ausbauten, Unsicherheit aber weiterhin über die Fähigkeiten der Flugzeugträgergruppe USS Abraham Lincoln bestehe, koordiniert anfliegende iranische Drohnenschwärme abzuwehren. Die iranische Drohnenflotte bleibe ein Grund zur Besorgnis.
Der Iran weist jegliche Einmischung der USA in seine inneren Angelegenheiten zurück und hat wiederholt vor den Folgen eines militärischen Angriffs auf sein Hoheitsgebiet gewarnt. Vor diesem Hintergrund enthüllten iranische Behörden in Teheran am Sonntag ein Wandgemälde, das als symbolische Antwort auf einen möglichen US-Angriff interpretiert wird. Es zeigt eine Bildüberlagerung eines US-Flugzeugträgers mit den klassischen Mustern der US-Flagge.
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