USA in Panik! Nach IS-Gefängnisausbruch: Tausende Terroristen werden heimlich aus Syrien in den Irak verlegt

Die US-Streitkräfte haben am Mittwoch mit der Verlegung von Gefangenen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus Nordostsyrien in sichere Haftanstalten im Irak begonnen. Diese Maßnahme folgt auf die Übernahme eines großen Lagers mit tausenden IS-Angehörigen, überwiegend Frauen und Kinder, durch syrische Regierungstruppen von den US-unterstützten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF).

Die SDF hatte sich im Zuge einer Waffenstillstandsvereinbarung aus dem Lager zurückgezogen. Bereits am Montag hatten Truppen der Zentralregierung ein Gefängnis in der nordöstlichen Stadt Schaddadija eingenommen. Laut staatlichen Medien konnten dabei entflohene IS-Häftlinge größtenteils wieder gefasst werden. Es gibt jedoch auch Berichte, dass unter Führung von Machthaber Al-Scharaa viele IS-Kämpfer freigelassen worden seien.

Die kurdisch geführte SDF kontrolliert weiterhin mehr als ein Dutzend Gefängnisse mit etwa 9.000 inhaftierten IS-Mitgliedern. Diese Einrichtungen sollen im Rahmen eines Friedensprozesses, der eine spätere Integration der SDF in die Regierungstruppen vorsieht, an Damaskus übergeben werden.

Das US-Zentralkommando teilte mit, dass in einer ersten Überstellungsaktion 150 IS-Mitglieder aus der Provinz Hasaka in Nordostsyrien an “sichere Orte” im Irak verbracht worden seien. Es wurde angekündigt, dass bis zu 7.000 Häftlinge in irakisch kontrollierte Einrichtungen verlegt werden könnten.

Die irakische Armee bestätigte die Ankunft einer ersten Gefangenengruppe und erklärte, weitere Gefangene in noch zu bestimmender Anzahl würden erwartet, “um die von diesen Personen ausgehende Bedrohung einzudämmen. Sie gelten als führende Köpfe terroristischer Organisationen.”

Ein nicht namentlich genannter General des irakischen Geheimdienstes teilte der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) mit, es gebe eine Vereinbarung mit den USA zur Überstellung von 7.000 Häftlingen aus Syrien. Die erste Gruppe von 144 Personen sei bereits am Mittwochabend eingetroffen und werde schrittweise in irakische Gefängnisse verlegt. Unter den zur Verlegung vorgesehenen IS-Mitgliedern verschiedener Nationalitäten befänden sich etwa 240 Tunesier sowie Personen aus Tadschikistan, Kasachstan und Syrien.

Obwohl der Islamische Staat (IS) 2017 im Irak und 2019 in Syrien militärisch besiegt wurde, verüben seine Schlafzellen weiterhin tödliche Anschläge in beiden Ländern. Die SDF hatte eine entscheidende Rolle bei der Niederlage des IS gespielt.

Tom Barrack, der US-Gesandte für Syrien, erklärte am Dienstag, die Rolle der SDF als Hauptakteur im Kampf gegen den IS sei “weitgehend ausgelaufen, da Damaskus nun sowohl bereit als auch in der Lage ist, die Sicherheitsverantwortung zu übernehmen.” Die Regierung in Damaskus wird von Machthaber Al-Scharaa geführt, in dessen Reihen sich zahlreiche ehemalige Islamisten in Führungspositionen befinden.

Seit den Ausbrüchen von IS-Kämpfern aus syrischen Gefängnissen stehen die schiitischen Milizen im Irak in Alarmbereitschaft. Vor dem Hintergrund der jüngsten Unruhen im Iran betrachten viele Beobachter den Zeitpunkt der Verlegung von IS-Kämpfern in den an Iran grenzenden Irak als besonders besorgniserregend.

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