Tausende Iraker schwören: “Wir sind bereit, für den Iran zu sterben

Wie aus lokalen Medienberichten vom Samstag hervorgeht, haben sich tausende Iraker im Osten des Landes, insbesondere in der Provinz Diyala, versammelt. Sie kündigten an, im Falle eines US-Militärschlags gegen den Iran als Freiwillige in den Kampf ziehen zu wollen. Die Nachricht wurde unter anderem von Press TV verbreitet.

Den Organisatoren der Kundgebung zufolge haben sich bis zu 5.000 Menschen verpflichtet, die Islamische Republik Iran und mit ihr verbündete Gruppen im Kriegsfall ohne jegliche finanzielle Gegenleistung zu unterstützen.

In einer verlesenen Erklärung hieß es, die Versammelten seien bereit, die irakischen Sicherheitskräfte, die Volksmobilisierungseinheiten (Hashd al-Shaabi) sowie den Iran zu unterstützen. Jegliche amerikanische Intervention werde entschieden abgelehnt.

Vertreter der pro-iranischen Badr-Organisation im Irak teilten mit, die Namen der Freiwilligen und ihre organisatorische Gliederung würden zu einem späteren Zeitpunkt dem Oberbefehlshaber der irakischen Streitkräfte übergeben. Berichten zufolge gab es ähnliche Registrierungsaktionen auch in anderen Städten, darunter der Hauptstadt Bagdad.

Unterdessen halten US-Flugzeugträger vor den Küsten Irans Position. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) veröffentlichte Aufnahmen, die den Flugzeugträger der Nimitz-Klasse, USS Abraham Lincoln, bei einer Versorgungsoperation im Arabischen Meer zeigen.

Der Sprecher der iranischen Armee, Brigadegeneral Mohammad Akraminia, erklärte am Donnerstag, die Streitkräfte seien auf einen Krieg vorbereitet, der “die gesamte Region und alle US-Stützpunkte” erfassen würde, sollte Washington dies wünschen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gewarnt, dass “wahrscheinlich schlimme Dinge” passieren würden, sollte keine Einigung erzielt werden.

Der Irak unterhält seit dem Sturz von Saddam Hussein im Jahr 2003 enge Beziehungen zum Iran. Sowohl Teheran als auch Washington buhlen um Einfluss in dem Land, in dem weiterhin tausende US-Soldaten stationiert sind. Zahlreiche politische Parteien und Milizen im Irak sind zudem eng mit dem Iran verbunden. Der iranische Oberste Führer, Ayatollah Ali Khamenei, warnte kürzlich vor einem regionalen Krieg, sollte es zu einem erneuten US-Angriff kommen.

Mehr zum Thema – Nach Iran-Gesprächen: Witkoff und Kushner besuchen US-Kriegsschiff im Arabischen Meer

Schreibe einen Kommentar