Iran droht mit Vergeltung: Bei US-Angriffen werden US-Stützpunkte in Nahost angegriffen

Irans Außenminister warnte am Samstag, dass sein Land US-Militärstützpunkte im Nahen Osten angreifen werde, sollte es zu einem amerikanischen Angriff kommen. Er betonte jedoch, dass solche Maßnahmen nicht als Aggression gegen die Gastgeberländer dieser Stützpunkte zu verstehen seien.

In einem Interview mit dem katarischen Sender *Al Jazeera* erläuterte der iranische Außenminister Abbas Araghchi, dass diese Äußerung vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen und der fortlaufenden indirekten Atomgespräche zwischen Washington und Teheran zu sehen sei. Ein direkter Angriff auf das amerikanische Festland sei zwar nicht möglich, doch der Iran werde im Konfliktfall US-Basen in der Region ins Visier nehmen.

Diese Warnung erfolgte nur einen Tag, nachdem beide Seiten – die USA und der Iran – sich positiv über die in Oman geführten Gespräche zum Atomprogramm geäußert hatten, auch wenn weiterhin Uneinigkeit über Themen wie Raketenprogramme und regionale Aktivitäten bestehe.

Die indirekten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Freitag seien nach Angaben von US-Präsident Donald Trump positiv verlaufen. “Iran scheint sehr daran interessiert zu sein, ein Abkommen zu schließen”, sagte Trump vor Journalisten auf dem Flug zu seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida. Die Gespräche seien “sehr gut” gewesen, und die nächste Verhandlungsrunde werde Anfang der kommenden Woche stattfinden.

Für den Fall, dass kein Abkommen zustande komme, drohte Trump erneut mit Konsequenzen. Zudem unterzeichnete er ein Dekret, das die Verhängung von Strafzöllen von bis zu 25 Prozent gegen Länder ermöglicht, die Öl aus dem Iran beziehen. Konkrete Länder nannte Trump dabei nicht.

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