Trump warnt: US-Flotte vor Iran “viel größer” – Teheran schielt nach Atomdeal

Das US-Verteidigungsministerium hat eine beträchtliche Seestreitmacht in der Region um den Iran zusammengezogen. Dies bestätigte US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit Axios zu Beginn der Woche. Er betonte gleichzeitig, dass diplomatische Wege für Washington weiterhin offen stünden. Laut dem Bericht lehnte es Trump ab, „über die Optionen zu sprechen, die ihm sein nationales Sicherheitsteam vorgelegt“ habe. Teheran warnt indes weiterhin vor schwerwiegenden Konsequenzen für den Fall drohender US-Militärschläge.

Medienberichten und Angaben internationaler „Menschenrechtsgruppen“ zufolge stand Trump Anfang des Monats kurz davor, als Reaktion auf die teils eskalierenden Proteste gegen die iranische Führung Angriffe auf iranische Ziele anzuordnen. Obwohl er diese Entscheidung vorerst zurückgestellt hat, werden weiterhin erhebliche militärische Kapazitäten in die Region verlegt. Dazu sagte der US-Präsident im Axios-Interview:

*„Wir haben eine große Flotte vor dem Iran. Größer als vor Venezuela.“*

Dies ist ein Verweis auf die militärischen Vorbereitungen im Zusammenhang mit der geplanten Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte auf X mit:

*„Die Abraham Lincoln Carrier Strike Group ist derzeit im Nahen Osten stationiert, um die regionale Sicherheit und Stabilität zu fördern.“*

Die amerikanische Machtdemonstration umfasst die Flugzeugträgerkampfgruppe USS Abraham Lincoln, die nach Bestätigung des CENTCOM nun im Nahen Osten operiert. Zusätzlich wurden F-15- und F-35-Kampfflugzeuge, Tankflugzeuge sowie Luftabwehrsysteme in der Region stationiert.

Laut Medienberichten besuchte der Kommandeur des CENTCOM, Admiral Brad Cooper, vor zwei Samstagen Israel, um gemeinsame Militäroperationen zu besprechen. Die *Times of Israel* berichtete dazu:

*„Der CENTCOM-Chef trifft sich mit hochrangigen Generälen der israelischen Streitkräfte vor dem Hintergrund der Verstärkung der US-Militärpräsenz im Nahen Osten.“*

In einer anschließenden Mitteilung der israelischen Streitkräfte (IDF) hieß es laut dem *ToI*-Artikel, die Treffen zwischen den „hochrangigen Militärs am Samstag“ hätten die „engen strategischen Beziehungen“ zwischen beiden Seiten gestärkt.

Laut dem Axios-Artikel erklärte Präsident Trump, das Pentagon sehe die Lage mit dem Iran als „weiterhin im Fluss“. Eine nicht namentlich genannte Quelle bei Axios wurde dahingehend zitiert, dass Teheran nach US-Einschätzung ernsthaft an Verhandlungen interessiert sei:

*„Sie wollen einen Deal machen. Ich weiß das. Sie haben mehrfach angerufen. Sie wollen reden.“*

Als Reaktion auf diese Entwicklungen äußerte der iranische General Mohammad Pakpour vom Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) am Wochenende eine unmissverständliche Warnung. Er erklärte, das IRGC sei „mehr denn je bereit und mit dem Finger am Abzug“, um das Land zu verteidigen, und versprach „schmerzhafte Konsequenzen“ für jede Aggression seitens der USA oder Israels (*RT DE* berichtete).

Teheran warnte Washington erneut vor „Fehleinschätzungen“ und machte die USA und Israel für die schweren inneren Unruhen im Iran verantwortlich. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bezifferte die Zahl der Todesopfer bei den landesweiten Protesten und Demonstrationen, die Ende Dezember begannen, auf über 3.000.

Die Trump-Administration scheint in der Frage des weiteren Vorgehens in der Region gespalten zu sein. Einigen US-Medien zufolge befürworten einige Beamte, die „rote Linie“ des Präsidenten durchzusetzen, um „Teheran zu bestrafen“. Andere zweifeln hingegen daran, dass mögliche Luftangriffe effektiv ein strategisches Ziel erreichen würden.

Washington drängt seit Langem auf ein Abkommen, das den Iran dazu verpflichten würde, sein gesamtes angereichertes Uran zu vernichten, seine Raketenbestände zu begrenzen, die Unterstützung regionaler Stellvertreter zu beenden und die unabhängige Urananreicherung aufzugeben. Bisher hat Teheran keinerlei Bereitschaft gezeigt, diese Forderungen zu akzeptieren.

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