Präsident Trump zur Iran-Operation: Ziele erreicht, weitere Schläge angekündigt
In einer landesweit übertragenen Ansprache am Mittwochabend zog US-Präsident Donald Trump eine erste Bilanz der militärischen Operationen gegen den Iran. In seiner rund 20-minütigen Rede betonte er, die strategischen Hauptziele der USA seien weitgehend erfüllt.
“Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass diese strategischen Kernziele kurz vor dem Abschluss stehen.”
Die als “Epic Fury” bezeichnete Mission nähere sich ihrem Ende, so Trump. Er kündigte jedoch zugleich eine finale, intensive Angriffsphase an, die das iranische Militär weiter dezimieren soll.
“Wir werden die Aufgabe beenden, und wir werden sie sehr schnell beenden.”
“Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen.”
“Wir werden sie in die Steinzeit zurückversetzen, wo sie hingehören.”
Laut Trump sei die iranische Marine bereits “verschwunden” und die Luftstreitkräfte “in Trümmern”. Sollten die Verhandlungen zur Konfliktbeendigung scheitern, drohte er mit koordinierten Angriffen auf die Energieinfrastruktur des Landes.
Der Präsident bekräftigte, ein Regimewechsel sei zwar nicht das ursprüngliche Ziel Washingtons gewesen, sei aber nun eingetreten.
“Ein Regimewechsel war nicht unser Ziel. Aber er hat stattgefunden, weil alle ursprünglichen Führer gestorben sind.”
Appell an Verbündete und Kritik an der NATO
Ein zentraler Punkt der Rede war die Straße von Hormus. Trump forderte die von Öllieferungen aus der Region abhängigen Nationen auf, die Blockade der lebenswichtigen Schifffahrtsroute notfalls gewaltsam zu beenden, sollte der Iran sie nicht öffnen. Er kritisierte erneut scharf die NATO-Partner für ihre Zurückhaltung.
“Sie müssen sie sich sichern und wertschätzen. Das können sie leicht bewerkstelligen. Wir werden ihnen dabei helfen, aber sie sollten die Führung übernehmen, wenn es darum geht, das Öl zu schützen, von dem sie so dringend abhängig sind.”
“Fasst endlich Mut – das hättet ihr schon früher tun sollen, ihr hättet es gemeinsam mit uns tun sollen, wie wir es verlangt haben: Geht zur Meerenge und erobert sie einfach!”
Zu steigenden Benzinpreisen und US-Energieunabhängigkeit
Auf die Sorge vieler Amerikaner angesichts steigender Benzinpreise ging Trump mit einer klaren Schuldzuweisung ein. Der Preisanstieg sei ein “kurzfristiges” Phänomen und direkt auf “Terroranschläge des iranischen Regimes” zurückzuführen, nicht auf den Konflikt an sich. Die USA seien wirtschaftlich hervorragend aufgestellt.
Abschließend betonte der Präsident die energiepolitische Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten und beschrieb das Engagement im Nahen Osten als reinen Bündnisfall.
“Wir sind jetzt völlig unabhängig vom Nahen Osten, und trotzdem sind wir dort, um zu helfen. […] Wir müssten nicht dort sein. Wir brauchen ihr Öl nicht. Wir brauchen nichts, was sie haben. Wir sind da, um unseren Verbündeten zu helfen.”
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