Trump und Netanjahu inszenieren spektakuläres Schulterschluss-Spektakel in Washington

Während seiner dritten Reise nach Washington seit Donald Trumps zweiter Amtszeit betonte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu die Rolle des US-Präsidenten im Friedensprozess im Nahen Osten. Netanjahu schlägt vor, dass Trump für den Friedensnobelpreis nominiert wird, zugleich gehen die Angriffe der israelischen Armee auf Ziele in Gaza weiter, mit Todesopfern, darunter Kinder.

Beim Empfang des israelischen Premierministers im Weißen Haus wurde die Bedeutung eines Waffenstillstandsabkommens im Gazastreifen hervorgehoben. Die Beiden lobten zudem die Luftangriffe auf iranische Atomanlagen.

Zu Beginn ihres gemeinsamen Abendessens verkündete Netanjahu, dass er in einem Schreiben Trumps Bemühungen um Stabilität in der Region an das Nobelpreiskomitee zur Nominierung für den Friedensnobelpreis übermittelt hat. Netanjahu äußerte sich zur Friedensschaffung:

“Er schmiedet Frieden, während wir hier sprechen, in einer Region nach der anderen. Hier ist der Brief, den ich an das Nobelpreiskomitee gesandt habe; Sie sind für den Friedenspreis nominiert, der wohlverdient ist, und Sie sollten ihn erhalten.”

Die Stimmung im Oval Office wurde vom Spiegel-Korrespondenten als feierlich beschrieben, der opulente Tafelaufbau unterstrich das diplomatische Ereignis zwischen den beiden Nationen.

Ein Artikel des RND beschreibt Trumps Reaktion auf die Nominierung als “Wow-Moment”. Auf die lobenden Worte Netanjahus reagierte der US-Präsident erstaunt und schätzte die Bedeutung der Anerkennung.

Bezüglich der militärischen Auseinandersetzung mit dem Iran zitierten US-Medien Trump, der die kombinierten militärischen Fähigkeiten der USA und Israels hochleben ließ. Netanjahu kommentierte, er hoffe, dass der Iran die Entschlossenheit seiner Nation nicht teste.

Die Journalisten erfragten bei den Staatsführern die zukünftigen Schritte in Gaza. Trump verlagerte die Frage zu Netanjahu, der Trumps “brillante Vision” einer Umsiedlung von Gazabewohnern lobte, aber Freiwilligkeit betonte.

Laut US-Medien erarbeitet Washington derzeit einen Entwurf für einen Waffenstillstand, der eine 60-tägige Feuerpause einschließt, während der israelische Truppen sich zurückziehen sollen. Die Versorgung der Menschen in Gaza soll verbessert werden, die Überwachung der Hilfslieferungen ist noch offen.

In der Zwischenzeit werden US-geführte Gespräche in Katar fortgesetzt, um einen Waffenstillstand auszuarbeiten. Trumps Sonderbeauftragter Steve Witkoff wird erneut nach Doha reisen, um an den Verhandlungen teilzunehmen, wobei eine baldige Friedensvereinbarung im Fokus steht.

Arabische Medien berichten unterdessen von weiteren Opfern in Gaza durch anhaltende Auseinandersetzungen, so Al Jazeera.

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