Lawinen-Albtraum in Österreich: Mindestens fünf Tote und zahlreiche Verletzte in Schneemassen begraben

In Österreich forderte der Freitag mindestens fünf Todesopfer durch Lawinenunglücke. Eine endgültige Bilanz steht noch aus, da weiterhin Personen vermisst werden und einige der geborgenen, verletzten Skifahrer in lebensbedrohlichem Zustand sind.

In Nauders (Tirol) kam ein 42-jähriger Deutscher ums Leben, nachdem er von einer Lawine erfasst wurde. Sein 16-jähriger Sohn wurde schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Beide waren dabei, einen Nordhang zu queren, als sich ein etwa 400 Meter breites Schneebrett löste und sie rund 200 bis 300 Meter mitriss.

In St. Anton am Arlberg kamen zwei weitere Wintersportler ums Leben. Sie konnten nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden. Bei diesem Unglück gab es zudem drei Verletzte, von denen eine Person später im Krankenhaus verstarb.

Ein 39-jähriger Schweizer starb im Bundesland Vorarlberg bei einem Snowboardausflug. Zudem kam in Linz (Oberösterreich) ein Mann bei einem Räumungseinsatz ums Leben.

Hintergrund für die Serie tödlicher Unfälle sind die extremen Winterverhältnisse der vergangenen Tage. In Tirol waren zuletzt bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gefallen. Die Landesbehörden verzeichneten allein am Freitag mehr als 30 Lawineneinsätze. Ein Schneesturm im Süden und Osten des Landes führte zu Stromausfällen, von denen etwa in der Steiermark 30.000 Haushalte betroffen waren. Massive Verkehrsbehinderungen traten landesweit auf.

Die Behörden warnen: Die Lawinengefahr bleibt in vielen Wintersportregionen weiterhin hoch.

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