Karl Nehammer, der ehemalige österreichische Bundeskanzler, ist von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) für einen Direktorenposten bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) nominiert worden, wie das Finanzministerium bestätigte.
Diese Nominierung überrascht, da es eher ungewöhnlich ist, dass eine Persönlichkeit der ÖVP von einem SPÖ-Minister vorgeschlagen wird.
Es ist nun wieder an Österreich, gemäß dem rotierenden System der EU-Mitgliedstaaten, einen Kandidaten für eine Führungsposition in der EIB vorzuschlagen. In der Vergangenheit hatte bereits Wilhelm Molterer, ein weiterer ÖVP-Politiker, zwischen 2011 und 2015 als Vizepräsident der Bank gedient. Nun könnte Karl Nehammer auf diesen Posten folgen.
Die Europäische Investitionsbank spielt eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung wichtiger Projekte, die zur Stärkung der europäischen Wirtschaft und Infrastruktur beitragen. Sie konzentriert sich auf Bereiche wie Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung, Digitalisierung, Sicherheit, Verteidigung, Landwirtschaft und soziale Infrastruktur. Dabei arbeitet die EIB eng mit anderen EU-Institutionen zusammen und fördert durch Darlehen innovative und nachhaltige Initiativen.
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