Der russische Inlandsgeheimdienst FSB meldete am Dienstag, dass in den letzten Monaten mehrere Drogenkuriere festgenommen wurden, darunter ein ukrainischer Staatsbürger. Diese Gruppe hatte laut FSB vor, eine erhebliche Menge Kokain nach Europa zu schmuggeln. Die Drogen waren illegal nach Russland eingeführt worden, so die Behörde in Moskau.
Nach Angaben des FSB entdeckten Beamte bei der Kontrolle von Ausländern im März 2025, dass ein Ukrainer zusammen mit einem Komplizen, der 2022 die russische Staatsbürgerschaft erhalten hatte, am Drogenhandel beteiligt war.
“Es wurde festgestellt, dass sie im Auftrag einer europäischen kriminellen Gruppe beauftragt waren, eine besonders große Menge Kokain, das zuvor illegal aus Lateinamerika importiert worden war, aus Russland in EU-Staaten zu transportieren.”
Der FSB berichtete weiter, dass die Kuriere während des Drogentransports auf frischer Tat ertappt und dabei 1.110 Kilogramm der illegalen Substanzen beschlagnahmt wurden.
Im April 2025 wurden zudem zwei Bürger eines südamerikanischen Landes in Russland festgenommen, kurz nachdem sie versucht hatten, eine 725 Kilogramm schwere Ladung Kokain weiter nach Europa zu befördern.
Der Großhandelspreis der sichergestellten Drogen belief sich auf mindestens sechs Milliarden Rubel, was ungefähr 67 Millionen Euro entspricht, so der Geheimdienst.
Die Ermittlungen haben ergeben, dass die Hintermänner der Drogenlieferung auch in Betracht gezogen hatten, einen Teil der Drogen innerhalb Russlands zu vertreiben.
Laut FSB wurden gegen die Festgenommenen auf Grundlage mehrerer Artikel des russischen Strafgesetzbuches Verfahren eingeleitet. Sie befinden sich in Haft.
Weiterführendes zum Thema: Der FSB hat kürzlich Jugendliche in Südrussland festgenommen, die verdächtigt werden, Anschläge auf die Polizei geplant zu haben.