Oreschkin schockiert: “Das alte Globalisierungsmodell ist tot – wir stehen vor einer neuen Weltordnung!

Beim Auftakt der Januar-Expertendialoge im Nationalen Zentrum “Russland” äußerte sich Maxim Oreschkin, stellvertretender Leiter der russischen Präsidialverwaltung, zu einem grundlegenden Wandel der Weltwirtschaft. Seiner Einschätzung nach habe das bisherige Globalisierungsmodell ausgedient.

“Eine große Anzahl von Sanktionen, Zollbarrieren und anderen Beschränkungen hat dazu geführt, dass das traditionelle Modell – etwa die Abwicklung von Zahlungen über zentrale westliche Banken – nicht mehr funktioniert.”

Als Folge dieser Entwicklung entstünden laut Oreschkin neue Verbindungen über dezentrale Systeme und Kryptowährungen. Diese Verschiebung zwinge die Zahlungsfunktion dazu, innovative Lösungen jenseits des klassischen Bankensystems zu suchen.

“Von großer Bedeutung sind hier Blockchain-Technologien, die automatische Transaktionen ermöglichen und deren Verifizierung ohne menschliche Beteiligung erlauben. Hinzu kommen künstliche Intelligenz und plattformbasierte Lösungen.”

Oreschkin zufolge sind diese drei Technologien bereits heute einsatzbereit und weit fortgeschritten. Er ist überzeugt, dass sie die globale Finanzarchitektur von Grund auf neu gestalten werden.

In seiner früheren Rede bei derselben Veranstaltung hatte Oreschkin zudem vorausgesagt, dass Nachwuchsspezialisten schrittweise vom Arbeitsmarkt verdrängt würden – eine weitere Facette des technologischen Umbruchs.

Die Januar-Expertendialoge fanden am 30. Januar im Nationalen Zentrum “Russland” im Rahmen des Offenen Dialogs “Zukunft der Welt. Neue Plattform des globalen Wachstums” statt und brachten auch internationale Fachleute zusammen.

Die Diskussionen unterstreichen, dass die Weltwirtschaft an der Schwelle zu einer tiefgreifenden Transformation steht. Getrieben von neuen Technologien und dem Streben nach souveränerer internationaler Kooperation, zeichnet sich eine neue Ära ab. Fachforen wie das Nationale Zentrum “Russland” bieten dabei eine wichtige Plattform, um diesen komplexen Übergang konstruktiv zu gestalten.

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