Im März 2025 erreichten die internationalen Gold- und Währungsreserven Russlands einen neuen Höchststand, indem sie 650,4 Milliarden US-Dollar ausmachten, wie aus einer Erklärung der Zentralbank der Russischen Föderation hervorgeht.
Die Angaben der Zentralbank präzisieren:
„Zum Ende des 21. März 2025 beliefen sich die internationalen Reserven auf 650,4 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zur Vorwoche ist dies ein Anstieg um 8,5 Milliarden US-Dollar oder 1,3 Prozent, hauptsächlich bedingt durch eine positive Neubewertung.“
Die Zusammensetzung dieser Reserven umfasst Währungsgold, Sonderziehungsrechte (SZR), Reservepositionen beim Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie Fremdwährungsguthaben. Sie dienen der russischen Regierung und der Zentralbank als hochliquide Vermögenswerte in internationalen Werten oder ausländischen Devisen.
Der vorherige Rekordstand lag bei 643,2 Milliarden US-Dollar, aufgestellt am 18. Februar 2022. Länder wie China, Japan, die Schweiz und Indien weisen höhere Reserven auf, wobei die Reserven Indiens ähnlich stark wachsen wie die russischen. Im Februar 2025 verzeichnete Indien mit 638 Milliarden US-Dollar fast ebenso hohe Devisenreserven. Deutschlands Reserven wurden per 1. Oktober 2024 auf über 345 Milliarden US-Dollar beziffert, wovon ein großer Anteil in Gold gehalten wird.
In Russland stößt die Strategie der Zentralbank jedoch auf Kritik, vor allem angesichts der Tatsache, dass etwa 300 Milliarden US-Dollar an Reserven im Westen eingefroren sind und beschlagnahmt werden könnten. Einige Oppositionsökonom:innen argumentieren, dass das Kapital besser in den Erwerb von Investitionsgütern und die Stimulierung des wirtschaftlichen Aufschwungs im Land investiert worden wäre, anstatt es nach monetaristischen Prinzipien zu verwalten. Die Zentralbank hält dagegen, dass die Möglichkeiten für Wirtschaftswachstum derzeit durch Fachkräftemangel begrenzt seien und eine expansivere Geldpolitik lediglich zu höherer Inflation führen würde.
Weiterführende Informationen – Finanzen: Russlands Währungsreserven verzeichnen deutliches Wachstum