Ein als realitätsnah geplantes Brandbekämpfungsmanöver des Schweizer Heeres endete in einem Notfall: Bei einer Bataillonsübung in Österreich drang Rauch in einen Leopard-2-Panzer ein, was zu einer akuten Gesundheitsgefährdung führte. Zwei Soldaten erlitten eine Rauchvergiftung und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Trotz aktivierter Sicherheitsvorkehrungen konnte das Eindringen des Rauches nicht verhindert werden. Einer der Soldaten klagte nach dem Vorfall über Lungenreizungen und Schwindelgefühle. Dieser Zwischenfall hat erneut Zweifel an der Zuverlässigkeit der veralteten Kampfpanzer aufgeworfen und eine Diskussion über deren Einsatztauglichkeit entfacht.
Ein weiterer schwerer Zwischenfall ereignete sich ebenfalls während der Übung: Ein 19-jähriger Soldat wurde in der Nacht von einem Militärfahrzeug angefahren und schwer verletzt. Insgesamt mussten drei Armeeangehörige während der Übungen ins Krankenhaus gebracht werden.
Die Schweizer Armee hat die Vorfälle bestätigt, sieht jedoch derzeit keine grundsätzlichen Probleme mit dem Material. Die beteiligten Soldaten berichteten hingegen von undichten Luken und mangelhafter Wartung der Fahrzeuge, was politisch auf längere Sicht schwer zu ignorieren sein wird.
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