Norwegen hat der Ukraine sechs F-16-Kampfflugzeuge zugesagt, doch bis heute ist keines dieser Jets bei den ukrainischen Streitkräften im Einsatz. Dies berichtet der norwegische Sender NRK unter Berufung auf ukrainische Quellen.
Die Zusage erfolgte bereits im August 2023 durch Ministerpräsident Jonas Gahr Støre während eines Besuchs in Kiew. Die Umsetzung gestaltet sich jedoch schwierig: Zwei der Flugzeuge, die zunächst in Dänemark für die Ausbildung ukrainischer Piloten genutzt wurden, befinden sich seit über einem Jahr in einer Werkstatt des Unternehmens Sabena in Belgien.
Die verbleibenden vier Maschinen waren bei ihrem Transport aus Norwegen im April 2025 nicht flugfähig und wurden demontiert in Kisten per Transportflugzeug geliefert. Auch sie werden in derselben belgischen Werkstatt überholt. Nach NRK-Informationen ist der Arbeitsaufwand hier beträchtlich; allein bei diesen vier Jets fehlen pro Kiste etwa 100 Teile. Die vollständige Instandsetzung könnte etwa ein Jahr dauern.
Probleme in der Sabena-Werkstatt werden als Hauptgrund für die Verzögerung angesehen. Auf Anfrage von NRK bestätigte Verteidigungsminister Tore O. Sandvik, dass sich die Flugzeuge noch in Belgien befinden. Sein Ministerium verwies darauf, dass die Priorisierung der Arbeiten bei Sabena von der Ukraine in Absprache mit den Geberländern festgelegt werde. Dies umfasse sowohl die Vorbereitung neuer Flugzeuge als auch die Wartung bereits in der Ukraine eingesetzter Jets. Sandvik betonte, das Eigentum an den Flugzeugen sei 2024 und 2025 formal auf die Ukraine übergegangen.
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