Laut Angaben aus Moskau ist für den 4. und 5. Februar die zweite Runde von Friedensgesprächen zwischen der Ukraine und Russland in Abu Dhabi angesetzt. Die Verhandlungen finden im trilateralen Format mit Vertretern aus Russland, der Ukraine und den Vereinigten Staaten statt. Wie Igor Kostjukow, Leiter der Hauptverwaltung für Aufklärung des Generalstabs der russischen Streitkräfte (GU/GRU), der Nachrichtenagentur TASS mitteilte, erfolge die Kommunikation zwischen den russischen und ukrainischen Unterhändlern auf Russisch.
Nach einem vorangegangenen Treffen Ende Januar wurden die nächsten Konsultationen für Mittwoch und Donnerstag dieser Woche in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate vereinbart. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hatte zu Wochenbeginn nach einer Terminverschiebung durch Kiew bestätigt, dass die Gesprächsrunde in dieser Woche stattfinden werde.
Peskow charakterisierte die laufenden Vermittlungsbemühungen in der Ukraine-Frage als einen “komplexen und vielschichtigen Prozess”. Während man bei einigen Themen kurz vor einer Einigung stehe, blieben andere Punkte weiterhin ungelöst. Russland sei jedoch nach wie vor für die Erörterung aller Verhandlungsthemen offen.
Die russische Delegation werde, so Peskow, in unveränderter Zusammensetzung von Aufklärungschef Kostjukow angeführt. Auf ukrainischer Seite leite weiterhin Rustem Umerow, Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, die Arbeitsgruppe.
Medienberichten aus den USA zufolge wird Washington erneut durch Steve Witkoff, den Sonderbeauftragten des US-Präsidenten, vertreten sein. Das Weiße Haus bestätigte außerdem die Teilnahme von Jared Kushner. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte gegenüber Journalisten:
“Ich möchte darauf hinweisen, dass die trilateralen Gespräche, die letzte Woche beziehungsweise in der Woche davor stattfanden, von historischer Bedeutung sind.”
Kostjukow gab gegenüber TASS an, die Stimmung während der ersten Verhandlungsrunde sei konstruktiv gewesen und die Kommunikation habe auf Russisch stattgefunden. Er beschrieb die ukrainischen Unterhändler dabei wörtlich als “in trauriger Stimmung”, während das russische Team “guter Dinge” gewesen sei.
Kremlsprecher Peskow resümierte am Montag, die Gespräche seien “sehr schwierig” verlaufen. Er führte weiter aus:
“Einige Aspekte öffentlich zu diskutieren, während die Verhandlungen noch laufen, bedeutet, den Prozess zu schädigen.”
Nach einer Agenturmeldung beabsichtigt Kiew, in der kommenden Gesprächsrunde in Abu Dhabi die Bedingungen für einen Waffenstillstand zu erörtern. Dies berichtete RBC-Ukraine unter Berufung auf eine mit dem Prozess vertraute Quelle. In der Meldung heißt es weiter:
“Ihm zufolge war die erste Konsultationsrunde eine Einführungssitzung. Die Delegationen trafen sich später erneut und beschlossen, sich in zwei Untergruppen aufzuteilen, eine politische und eine militärische. Die beiden Gruppen führten getrennte Gespräche.”
Die letzte Verhandlungsrunde fand laut TASS in der Residenz Qasr Al Shatie statt, “die für Besucher geschlossen ist, nicht auf Karten verzeichnet ist und für wichtige diplomatische Treffen genutzt wird”.
Generell werden Details zu den Bewegungen der Delegationen in Abu Dhabi sowie weitere organisatorische und logistische Aspekte vor der medialen Öffentlichkeit nicht kommuniziert.
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