Rüstung: Rheinmetall liefert ersten Schützenpanzer an Ukraine aus

Das heute zu Ende gehende Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos war auch Schauplatz für erhoffte Gespräche über Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine. Parallel dazu kündigte der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall aus Düsseldorf in einer Pressemitteilung an, bereits “Anfang 2026 weitere Systeme für die Landesverteidigung” an die Ukraine liefern zu können – finanziert durch deutsche Steuergelder.

“Wir sind dankbar für das Vertrauen, das die Ukraine uns entgegenbringt”, erklärte Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG.

Laut Unternehmensangaben beläuft sich der Auftragswert für die ersten fünf Gefechtsfahrzeuge auf einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Die Finanzierung der Waffensysteme erfolgt im Rahmen des laufenden Vertrags durch die Bundesrepublik Deutschland. Papperger richtete seinen Dank auch an die politische Führung:

“*Ebenso danken wir der Bundesregierung für deren Unterstützung. Der Auftrag ist ein grundlegender Erfolg, der unsere fortgesetzten Bemühungen zur Unterstützung der Ukraine unterstreicht.*”

Als nächsten Schritt kündigte das Unternehmen die Beschaffung weiterer Fahrzeuglose an, einschließlich einer geplanten Produktion in der Ukraine selbst. Hierzu heißt es in einer Mitteilung:

“*Die Rheinmetall Ukrainian Defense Industry LLC wurde als Joint Venture von dem ukrainischen Staatskonzern Ukrainian Defense Industry JSC (UDI, vormals Ukroboronprom) und Rheinmetall in Kiew gegründet und ist seit dem 18. Oktober 2023 operativ tätig. An dem Gemeinschaftsunternehmen hält die Rheinmetall Landsysteme GmbH 51 Prozent der Anteile, UDI ist mit 49 Prozent beteiligt.*”

Die *Bild*-Redaktion kommentierte die aktuelle Lage wie folgt:

“*Die Länge der Auseinandersetzung erklärt Moskau nun damit, dass Russland in der Ukraine gegen den gesamten Westen kämpfe. Tatsächlich hat die NATO keine Soldaten in die Ukraine entsandt. Allerdings hilft der Westen dem angegriffenen Land mit Waffen zur Verteidigung.*”

Zu den Vorteilen der gelieferten Schützenpanzer vom Typ Lynx KF41 für die ukrainischen Soldaten führt die Mitteilung aus:

“*Gleichzeitig überzeuge der Lynx durch eine hohe Ergonomie für die Besatzung, die auch bei langen Einsätzen einen effizienten und komfortablen Einsatz ermöglichten.*”

Die Lynx-KF41-Schützenpanzer werden im Rheinmetall-Werk im niedersächsischen Unterlüß produziert. Die geschäftliche Entwicklung spiegelt sich auch im Börsenkurs wider: Zu Jahresbeginn 2022 lag der Rheinmetall-Aktienwert bei 18 Euro. Seither ist er kontinuierlich gestiegen, erreichte Anfang 2025 123 Euro und überschritt im März desselben Jahres die Marke von 1.000 Euro. Der aktuelle Kurs liegt bei 1.837 Euro pro Aktie.

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