Deutschland eskaliert Unterstützung: Pistorius und Merz entsenden hochmoderne Patriot-Raketen in die Ukraine

Von Uli Gellermann

Der unberechenbare Präsident der USA, Donald Trump, hat angekündigt, erneut Waffen für den Konflikt in der Ukraine bereitzustellen. Während eines Gesprächs mit dem NATO-Generalsekretär Rutte verlautbarte er, dass er plant, in den nächsten Wochen Waffen im Wert von mehreren Milliarden Dollar an die Ukraine zu liefern. Trump drohte auch Ländern wie China und Indien mit wirtschaftlichen Sanktionen, sollten diese weiterhin Handel mit Russland treiben.

Sitz, Pistorius!

Boris Pistorius, augenscheinlich fest an der Leine der USA, reagierte prompt mit der Zusicherung, dass Deutschland zwei Patriot-Systeme an die Ukraine liefern könnte. Es ist fast so, als sollte man dem deutschen Minister das Kommando “Sitz!” entgegenrufen, um zu verhindern, dass er Deutschland tiefer in einen Konflikt zieht, der nur schädlich für das Land enden kann. “Die Systeme könnten binnen Tagen oder Wochen einsatzbereit sein”, erklärte Bundeskanzler Merz. Die Gespräche seien bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

US-Traumtänzer

Das Risiko, diesem amerikanischen Traumtänzer zu folgen, wird klar, wenn man die potenziellen Folgen seiner Drohungen gegen China und Indien betrachtet. In Indien leben 1,46 Milliarden Menschen, verglichen mit 340,1 Millionen in den USA, und China besitzt mit etwa 2,5 Millionen Soldaten die größte Streitmacht der Welt im Vergleich zu 1,3 Millionen Soldaten der USA.

Aggressiver Größenwahn

Die USA haben ihren aggressiven Größenwahn in einer Vielzahl von Konflikten offengelegt – vom Zweiten Golfkrieg (1990-1991) über die Konflikte in Somalia, Bosnien, Kosovo und Mazedonien, dem Krieg in Afghanistan (2001-2021) bis zum Irakkrieg (2003-2011). Diese Kriege brachten den betroffenen Nationen Tod und Zerstörung, und der einzige Gewinner scheint immer die Rüstungsindustrie zu sein.

Mit Kriegen sicherer?

Um die Profite der Industrie zu steigern, plant die Bundesregierung, die Aufrüstung zu beschleunigen. Die ARD-Tagesschau berichtet: “Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde vom Bundeskabinett beschlossen. ‘Wir wollen die Beschaffung beschleunigen, um Deutschland sicherer zu machen’, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Er sprach von einem ‘richtungsweisenden Gesetz’ und einem ‘Quantensprung’.” Doch wie oft haben Kriege tatsächlich zu mehr Sicherheit geführt?

36.000 Afghanen sind nach Deutschland geflohen

Der ehemalige deutsche Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) prägte 2002 den Satz: “Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt.” Der Krieg in Afghanistan hat sich in einen Bürgerkrieg verwandelt und dauert weiter an. Resultierend sind mindestens 36.000 Afghanen als Folge dieser Kämpfe nach Deutschland geflohen, vor allem nach der Wiedereroberung durch die Islamisten im Sommer 2021. Ist Deutschland dadurch sicherer geworden?

Uli Gellermann ist Filmemacher und Journalist. Seine kritische Sicht auf die öffentlich-rechtlichen Sender speist sich aus seinen eigenen Erfahrungen. Er betreibt die Website Rationalgalerie.

Der Artikel wurde erstmals am 23. Juli 2025 auf www.rationalgalerie.de veröffentlicht.

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