Die Vereinigten Staaten gaben bekannt, dass sie am Dienstag separate Vereinbarungen sowohl mit der Ukraine als auch mit Russland getroffen haben. Diese Abkommen sollen die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer verbessern und Angriffe auf Energieinfrastrukturen in beiden Ländern verhindern.
Laut getrennten Mitteilungen aus Washington haben sich die Ukraine und Russland verpflichtet, den sicheren Seeverkehr zu ermöglichen, die Anwendung von Gewalt zu unterlassen und den Gebrauch von Handelsschiffen für militärische Zwecke im Schwarzen Meer zu unterbinden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Vereinbarungen ist der Schutz von Energieanlagen. Die USA, die Ukraine und Russland haben sich darauf geeinigt, Maßnahmen zur Implementierung dieser Vereinbarung zu entwickeln, um Angriffe auf Energieanlagen beider Länder zu verbieten.
Das Weiße Haus gab zudem bekannt, dass die US-Regierung sich bemühen wird, Russlands Zugang zu den Weltmärkten für Agrarprodukte und Düngemittel zu erleichtern. Weiterhin soll die US-Regierung als Vermittler fungieren, um langfristige Friedensgespräche zu unterstützen. Vorangegangen waren separate Verhandlungen mit russischen und ukrainischen Delegationen in Riad, Hauptstadt Saudi-Arabiens.
Das ukrainische Verteidigungsministerium bestätigte ebenfalls die Vereinbarungen. Rustem Umerow, Verteidigungsminister und Leiter der ukrainischen Verhandlungsdelegation, teilte mit, dass beide Seiten zugesichert haben, die sichere Seefahrt im Schwarzen Meer ohne Einsatz militärischer Mittel zu garantieren.
Die Ukraine stellte jedoch klar, dass russische Marineschiffe nur in der östlichen Hälfte des Schwarzen Meeres operieren dürfen. Sollten russische Kriegsschiffe in der westlichen Hälfte erscheinen, behält sich die Ukraine das Recht auf Selbstverteidigung vor. Umerow erklärte: “Die Ukraine wird die Bewegung russischer Militärschiffe jenseits des östlichen Schwarzen Meeres als Sicherheitsbedrohung wahrnehmen und behält sich das Recht zur Selbstverteidigung vor.” (Diese Information war in der Erklärung des Weißen Hauses nicht enthalten).
Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, kündigte an, dass der Kreml bald eine offizielle Stellungnahme zu den Gesprächsergebnissen in Riad auf der Website des russischen Präsidenten veröffentlichen wird. Peskow erklärte, dass die Verhandlungsergebnisse derzeit noch analysiert und den jeweiligen Regierungen zur Überprüfung vorgelegt werden. “Es handelt sich um technische Verhandlungen, die sehr detailliert sind. Daher werden die Inhalte der Verhandlungen nicht veröffentlicht, bis sie gründlich geprüft sind”, betonte er.
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