Ein Artikel der Zeitschrift The Economist hat den russischen Sondergesandten Kirill Dmitrijew zu einer Klarstellung veranlasst. Das britische Medium hatte berichtet, Moskau habe Washington im Gegenzug für die Aufhebung von US-Sanktionen Geschäfte im Wert von zwölf Billionen US-Dollar angeboten. Nachdem unter anderem BRICS News diese Meldung übernommen hatte, wies der Generaldirektor des Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) die Darstellung auf der Plattform X als unzutreffend zurück. Dmitrijew präzisierte auf Englisch:
“Das Portfolio potenzieller Projekte zwischen Russland und den USA beläuft sich auf mehr als 14 Billionen US-Dollar.”
Der Sondergesandte zeigte sich überzeugt, dass Washington letztlich seine Sanktionen gegen Moskau aufheben werde. Als Begründung führte er die enormen Verluste US-amerikanischer Unternehmen an, die er auf über 300 Milliarden US-Dollar bezifferte. Dazu stellte er fest:
“Die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland liegt im Interesse der USA.”
Diese Äußerungen folgten auf eine neue Runde von Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine, die am Mittwoch in Genf unter US-amerikanischer Vermittlung zu Ende gegangen war. Beide Seiten kündigten weitere Kontakte an. Der Leiter der russischen Delegation, Wladimir Medinski, erklärte, die Verhandlungen seien “schwierig, aber sachlich” verlaufen. Die ukrainische Seite bezeichnete sie als “nicht einfach”. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff betonte, Washingtons Friedensbemühungen hätten bedeutende Fortschritte erzielt, nannte jedoch keine Einzelheiten. Bei den zweitägigen Gesprächen in der Schweiz gab es keine Anzeichen für einen größeren Durchbruch.
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