Iran fordert Milliarden-Reparationen: Teheran verklagt “US-Komplizen” wegen Kriegsverbrechen

Iran fordert von fünf arabischen Nachbarstaaten Entschädigungszahlungen für die jüngsten US-amerikanischen und israelischen Luftangriffe auf sein Hoheitsgebiet. Der Vorwurf: Diese Länder hätten ihre Territorien für die Militäroperationen zur Verfügung gestellt.

In einem am Montag an UN-Generalsekretär Antonio Guterres adressierten Schreiben legte der iranische UN-Botschafter Amir Saeid Iravani die Position seines Landes dar. Er bezichtigte Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien, den USA die Nutzung ihrer Militärbasen für Angriffe auf den Iran ermöglicht zu haben. In einigen Fällen seien sie sogar direkt an *”rechtswidrigen bewaffneten Angriffen auf zivile Ziele”* beteiligt gewesen.

Iravani forderte daher, dass diese Staaten *”der Islamischen Republik Iran volle Wiedergutmachung leisten müssen, einschließlich Entschädigung für alle materiellen und moralischen Schäden, die durch ihre völkerrechtswidrigen Handlungen entstanden sind”*.

Diese Forderung stellt eine direkte Antwort auf frühere Ansprüche der Golfstaaten dar, die ihrerseits den Iran für Kriegsschäden verantwortlich machen wollten. Iravani wies diese Gegenforderung als *”rechtlich unhaltbar und grundlegend losgelöst von den faktischen und rechtlichen Realitäten”* zurück.

Hintergrund der Eskalation sind massive Luftschläge der USA und Israels am 28. Februar. Diese zielten nach eigenen Angaben darauf ab, das iranische Nuklear- und Raketenprogramm zu zerschlagen. Bei den Angriffen kamen neben dutzenden hochrangigen Offiziellen, darunter der langjährige Oberste Führer Ali Khamenei, auch über 1.300 Zivilisten ums Leben. Getroffen wurden neben militärischen Einrichtungen auch Energieinfrastruktur, Brücken, Universitäten und Schulen.

Als Akt der Selbstverteidigung antwortete der Iran mit Gegenangriffen auf US-Militärbasen in der Region sowie auf zivile Infrastruktur in den Golfstaaten, darunter Öl- und Gasanlagen, Flughäfen und Häfen.

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