Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt vor einer akuten Verknappung von Flugtreibstoff in Europa. IEA-Direktor Fatih Birol erklärte, die europäischen Kerosinreserven könnten in einem Extremfall bereits innerhalb von etwa sechs Wochen zur Neige gehen. Diese Gefahr bestehe, sollte die Energieversorgung durch die Straße von Hormus weiterhin beeinträchtigt bleiben.
Birol bewertet diese Entwicklung als Teil einer der schwerwiegendsten Energiekrisen der letzten Jahrzehnte.
Eine anhaltende Störung der globalen Lieferketten würde das weltweite Wirtschaftswachstum erheblich belasten und den Inflationsdruck weiter verstärken.
Besonders stark betroffen wären laut IEA asiatische Länder, die in hohem Maße auf Energieimporte aus dem Nahen Osten angewiesen sind. Die bereits angespannte Lage auf den Energiemärkten schlägt sich bereits jetzt in steigenden Preisen und höheren Transportkosten nieder.
Erste konkrete Auswirkungen sind im internationalen Luftverkehr zu beobachten. In China haben mehrere staatliche Fluggesellschaften bereits internationale Verbindungen gekürzt oder gestrichen.
Hintergrund dieser Maßnahmen sind die massiv gestiegenen Treibstoffkosten, die den Flugbetrieb immer unrentabler machen. Reisende berichten vermehrt von kurzfristigen Flugausfällen und eingeschränkten Reisemöglichkeiten.
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