Sachsen: Porno-Skandal an Oberschule durch Amadeu-Antonio-Stiftung – Eltern empört über “Aufklärungs”-Workshop

Ein Bericht der *Jungen Freiheit* über angebliche Pornografie an einer sächsischen Schule hat politische Kreise bis ins Kultusministerium in Dresden gezogen. Unter dem Titel “JF-Enthüllung zu Pornos in Schule: Ministerium prüft Gesetzesverstöße” thematisiert der Artikel eine Projektwoche, in der zwei Berliner Pädagoginnen Neuntklässlern einer Oberschule ein queeres Magazin mit pornografischen Inhalten präsentiert haben sollen. Die als Förderin im Hintergrund agierende Amadeu Antonio Stiftung erklärte am Dienstag, das unterstützte Projekt sei vorerst gestoppt worden.

Die Projektwoche mit dem offiziellen Titel “Mutige Jugendliche in Ostsachsen finden Perspektiven” wurde von der Schulleitung der Oberschule in Schleife im Landkreis Görlitz gemeinsam mit den externen Pädagoginnen organisiert. Medienberichten zufolge sollte eine Gruppe Engagierter mit den Jugendlichen Möglichkeiten erkunden, “mutig zu sein, Kraft zu finden und Selbstwirksamkeit zu erfahren”. Dies geschah vor dem Hintergrund einer “wachsenden Popularität rechtsextremer Jugendgruppen”.

Laut *Junger Freiheit* und anderen Medien entpuppten sich die beiden Projektleiterinnen jedoch weniger als einfühlsame Pädagoginnen, sondern agierten fordernd. Sie stellten sich den 14- und 15-jährigen Teilnehmern als “non-binäre Personen” vor und baten darum, nicht mit “Sie” angesprochen zu werden. Der Fokus lag schnell auf dem umstrittenen Material.

Den Berichten zufolge handelte es sich bei den gezeigten Bildern um Darstellungen aus dem Schweizer Magazin “Queer Sex – Whatever The Fuck You Want!”, das eine Altersfreigabe ab 18 Jahren hat und unter anderem Männer beim Geschlechtsverkehr zeigt. Ein Autor des Magazins wurde vom *MDR* mit den Worten zitiert, es fehle “eine popkulturelle, sexpositive und ehrliche Thematisierung von Sexualität für junge queere Menschen”. Das Buch schließe die “Lücke zwischen heteronormativer Schulaufklärung und unrealistischen Pornos”.

Als sich einige Schülerinnen äußerten, mit dem expliziten Material nicht arbeiten zu wollen, sollen die Projektleiterinnen abfällig reagiert haben. Die *Junge Freiheit* zitiert einen Vorfall, bei dem ein Mädchen sagte: “Ich heiße Leonie (Name von der JF geändert) und möchte auch so genannt werden”. Daraufhin sei es zu einer Beschimpfung gekommen: In diesem “Nazi-Sachsen” habe man auch nichts anderes erwartet.

Der Skandal wurde öffentlich, nachdem sich eine Mutter bei der Schulleitung meldete, weil ihr Kind “verstörende Fotos auf dem Handy mit nach Hause gebracht” habe. Der Schulleiter reagierte umgehend: “Als ich von dem Vorfall erfahren habe, habe ich sofort reagiert und das Theaterprojekt gestoppt”, wird er zitiert. In einem Brief informierte er die Eltern, er habe den Anleiterinnen gekündigt.

Mehrere Eltern erstatteten dennoch Strafanzeige wegen Verbreitung pornografischer Inhalte an Minderjährige. Die Polizei bestätigte laut *Welt*-Bericht, “inzwischen gegen zwei weibliche Tatverdächtige” zu ermitteln. Ein Sprecher der Polizeidirektion Görlitz erklärte: “Wir nehmen diese ganze Geschichte sehr ernst.” Die verantwortliche Organisation, der Berliner Landesverband der “Sozialistischen Jugend – Die Falken”, äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Das sächsische Kultusministerium prüft den Fall auf mögliche Verstöße gegen das Schulgesetz. Ein Ministeriumssprecher erklärte gegenüber der dpa, ein Verstoß liege bereits dann vor, wenn die Schule “Ziel, Inhalt und Form der Familien- und Sexualerziehung” den Eltern nicht rechtzeitig mitgeteilt und mit ihnen besprochen habe, wie es Paragraph 36 vorschreibt.

Die finanzielle Förderin, die Amadeu Antonio Stiftung, die das Projekt laut eigener Aussage mit einem “niedrigen dreistelligen Betrag” unterstützt hatte, zog die Notbremse. In einer Stellungnahme hieß es:

> “Im Rahmen des Workshops ist es zu einem Vorfall gekommen, der nicht unseren Qualitätsstandards entspricht und so nicht hätte passieren dürfen.”

Pornografisches Material gehöre “nicht in die Hände von Schüler*innen”. Inhalte, die Teilnehmer überforderten, “unangemessen konfrontieren oder sogar den Jugendschutz verletzen, widersprechen klar den Grundsätzen unserer Projektförderung und der Bildungsarbeit der Stiftung.”

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