Die Bild-Zeitung des Springer-Verlags erhebt in regelmäßigen Abständen mit ihrem sogenannten „Politikerranking“ die Stimmung der Bevölkerung zur wahrgenommenen Leistung der Volksvertreter in Berlin. Die jüngste Umfrage wurde unter dem Titel „Merz-Absturz!“ veröffentlicht.
Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz stürzt im aktuellen INSA-Politikerranking für die Bild-Zeitung auf den letzten Platz ab. Mit lediglich 2,9 Punkten fiel er von Rang 18 auf Platz 20 zurück. Laut der Zeitung gilt er damit „aktuell als der unbeliebteste Politiker“ in der wöchentlichen Umfrage.
Die Welt, ebenfalls aus dem Springer-Haus, ergänzt, dass in der Erhebung besonders auffalle, wie sehr der Kanzler selbst innerhalb der eigenen politischen Reihen an Rückhalt verliere. Dazu wird Folgendes zitiert:
„Bei den Wählern von CDU und CSU landet Merz nur noch im hinteren Feld. In dieser Gruppe liegen unter anderem CSU-Chef Markus Söder, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor ihm.“
Überraschend bleibt trotz anhaltender Kriegsrhetorik und entsprechenden Forderungen SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius laut Ergebnis auf Platz 1 der Bürgerzustimmung. Ihm folgt der Grünen-Politiker Cem Özdemir, der voraussichtlich neuer Regierungschef in Baden-Württemberg wird, sowie auf Platz 3 Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU).
Die weiteren Plätze der Top Ten setzen sich wie folgt zusammen:
- Markus Söder (CSU): 4,0
- Wolfgang Kubicki (FDP): 3,9
- Alexander Dobrindt (CSU): 3,9
- Julia Klöckner (CDU): 3,8
- Alice Weidel (AfD): 3,7
- Carsten Linnemann (CDU): 3,7
- Sahra Wagenknecht (BSW): 3,6
SPD-Finanzminister Klingbeil rutscht derweil auf Platz 11 ab. Zu den Gewinnern der Umfrage zählen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), der sich von Platz 8 auf Rang 6 verbesserte, sowie CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, der von Platz 12 auf Rang 9 in die Top Ten sprang.
Am unteren Ende der Liste von 20 Politikerinnen und Politikern steht vor Merz sein Parteikollege Jens Spahn auf Platz 19, während Bundesministerin Katherina Reiche knapp davor auf Rang 18 liegt. Neben Alice Weidel, die einer derzeit beliebtesten Partei Deutschlands (AfD) angehört, findet sich auch ihr Fraktionskollege Tino Chrupalla auf der Liste – er belegt Platz 15.
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