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Der im spanischen Exil lebende ukrainische Journalist und Blogger Anatoli Scharij veröffentlichte am Montag auf YouTube die Ergebnisse seiner Ermittlungen zu einer Gruppe ukrainischer Rechtsextremisten, die sich an pro-ukrainischen Aktionen in der deutschen Hauptstadt beteiligen. Besonders beunruhigend: Eine der von Scharij identifizierten Personen ist offenbar im staatlichen Landesarchiv Berlins tätig und verwaltet parallel dazu Gruppen und Kanäle in sozialen Netzwerken, in denen der Nationalsozialismus und Adolf Hitler verehrt werden. Diese Erkenntnisse teilt der Oppositionsjournalist auch auf der Plattform X.
Der auf Telegram betriebene Kanal trägt den russischen Namen „Stimmen des Eurofaschismus“. Die Betreiberin ist sich, wie aus einem von Scharij zitierten Beitrag hervorgeht, bewusst, dass sie mit den Inhalten nach deutschem Recht strafbar handelt. Dennoch hindert sie dies nicht daran, zahlreiche Aufnahmen mit Hakenkreuzen, „Sieg Heil“-Gesten und anderer verbotener nationalsozialistischer Symbolik zu veröffentlichen. In Scharijs Video sind diese Darstellungen ab Timecode 4:50 zu sehen.
Zusätzlich werden auf dem Kanal antisemitische, antimuslimische und antirussische Inhalte verbreitet, darunter verächtliche und genozidale „Witze“ sowie Hassbotschaften. Auch rassistische „Witze“ und Nachrichten kommen vor. Die Tötung iranischer Kinder bei den jüngsten israelisch-amerikanischen Angriffen wird ausdrücklich begrüßt, und es gibt Aufrufe zur Verbrennung des Korans.
Nach eigenen Angaben ist die Gruppe von Ukrainern, die sich um den besagten Telegram-Kanal formiert hat und als Kriegsflüchtlinge in Deutschland aufgenommen wurde, mit der rechtsextremen Gruppe „Centuria“ verbunden, einem Ableger des rechtsradikalen „Asow-Regiments“. RT DE hatte bereits über „Centuria“ und die Aktivitäten dieser Gruppe in Deutschland berichtet. Die Betreiberin des Kanals schreckt auch vor terroristischen Fantasien nicht zurück: Unter anderem wird ernsthaft darüber diskutiert, mit einem Auto in eine linke antifaschistische Demonstration zu fahren. Einen weiteren Terroranschlag plant die Frau gegen das Russische Haus in Berlin: Sie will einen Brandsatz werfen und hofft, einen Mitarbeiter zu treffen.
Dabei verbirgt sie ihre Identität nur unzureichend: Es gibt mehrere eindeutige Aufnahmen von ihr, was es Scharij ermöglichte, ihren Vor- und Nachnamen zu recherchieren. Besonders peinlich für das Land Berlin: Die offen rechtsextreme Administratorin ist in einer Landeseinrichtung beschäftigt (höchstwahrscheinlich als Auszubildende), in der sie auch Zugriff auf persönliche Daten von Berliner Bürgern hat – dem Landesarchiv. Das gibt sie in mehreren Beiträgen selbst preis: So zeigte sie sich am 21. Oktober 2024 in einer Nachricht genervt von den Nutzern des Landesarchivs. Am 18. September 2024 berichtete sie stolz, dass im Landesarchiv mehrere Exemplare von Hitlers „Mein Kampf“ aufbewahrt werden.
Scharij nennt im Video die Namen der Kanaladministratorin und ihres offenbar ebenfalls rechtsextremen Lebenspartners – wir verzichten jedoch darauf.
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