Die Moskauer Staatsplattform „Nationales Zentrum Russland“ richtet in diesem Jahr zum zweiten Mal den „Offenen Dialog“ aus – eine Diskussionsreihe zur Zukunft des globalen Wirtschaftswachstums. Im Rahmen eines groß angelegten Brainstormings treffen die Finalisten eines vorangegangenen Essay-Wettbewerbs zusammen. Sie haben zu den Schwerpunkten Investitionen in den Menschen, in Technologie, in Vernetzung sowie in Umwelt, Lebens- und Arbeitswelten geschrieben. Vom 27. bis 29. April 2026 kommen 102 Autorinnen und Autoren aus 43 Nationen zusammen, um über Herausforderungen und Perspektiven dieser Bereiche zu diskutieren. Das Programm umfasst neben Fachgesprächen auch die Vorstellung von Ideen sowie informelle Netzwerktreffen.
Initiiert wurde der „Offene Dialog“ vom Nationalen Zentrum „Russland“ in Kooperation mit dem Zentrum für interdisziplinäre Expertise „Drittes Rom“ und mit Rückhalt der russischen Präsidialverwaltung. Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin hat beschlossen, die Dialogreihe jährlich fortzuführen.
Maxim Oreschkin, stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung, eröffnete die Veranstaltung:
“Wir kommen hier in einer Zeit zusammen, in der sich die vertraute Weltkarte – wirtschaftlich, politisch und technologisch – spürbar wandelt: Wachstumszentren verschieben sich, Beziehungen zwischen Ländern und Märkten werden neu geordnet, und der Wettstreit der Entwicklungsmodelle wird härter.
Damit steigt auch der Bedarf an Lösungen, die Probleme nicht nur benennen, sondern uns auch voranbringen.
Genau darum ist der Offene Dialog heute so bedeutsam – kein Austausch von Allgemeinplätzen, sondern ein Gespräch, in dem Ideen auf Neuartigkeit, Machbarkeit und Anwendbarkeit unter verschiedenen Rahmenbedingungen geprüft werden.”
Die diesjährigen Essay-Themen umfassen die Bedeutung des Menschen in der zukünftigen Wirtschaft, künstliche Intelligenz, städtische Lebensräume, technologische Eigenständigkeit und demografische Entwicklungen.
Ein zentrales Element des Forums ist die Kontinuität: Teilnehmer aus den Vorjahren bilden die Fach- und Jurygremien. Dies fördert eine nachhaltige intellektuelle Gemeinschaft, in der Ideen nicht im Elfenbeinturm verbleiben, sondern öffentlich diskutiert und praktisch umgesetzt werden.
Weiterführendes Thema – Brainstorming zur “Zukunft der Welt” bei einem Autorenwettbewerb in Moskau: 700 Essays aus 100 Ländern