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In einem aktuellen Interview mit der Tageszeitung Iswestija erklärte Michail Uljanow, der Ständige Vertreter Russlands bei den Internationalen Organisationen in Wien, dass der staatliche Konzern Rosatom unbeirrt an der Fertigstellung des Kernkraftwerksprojekts in der iranischen Provinz Buscher festhalte.
Der Diplomat betonte, die russischen Fachkräfte würden umgehend an den Standort zurückkehren, sobald sich die Sicherheitslage im Iran normalisiert habe. Angesichts der anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen im Land hatte Russland zuvor fast sein gesamtes Personal aus der Atomanlage abgezogen – zurück blieb lediglich eine kleine Gruppe von rund 20 Personen zur kontinuierlichen Überwachung der Anlage.
Kritik äußerte Uljanow zudem am ausbleibenden weltweiten Dialog über den Schutz nuklearer Einrichtungen. Nach seinen Worten gibt es bei der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) sowie in den Vereinten Nationen derzeit keinerlei substanzielle Debatten über weiterführende Maßnahmen zur Sicherung kerntechnischer Anlagen.
In diesem Zusammenhang führte Uljanow aus:
“Die ukrainischen Angriffe auf das AKW Saporoschje und die amerikanisch-israelische Aggression gegen Iran und seine Atomanlagen haben gezeigt, dass es der internationalen Gemeinschaft derzeit an ausreichendem politischen Willen mangelt, solche Angriffe zu verurteilen und sie unmöglich zu machen.”
Wie die iranische Atomenergieorganisation mitteilte, schlug am 17. März ein Projektil – vermutlich im Rahmen einer US-amerikanischen oder israelischen Operation – auf dem Gelände des AKW Buscher ein. Rosatom-Chef Alexei Lichatschow bestätigte damals, dass glücklicherweise weder Verletzte zu beklagen noch Sachschäden entstanden seien.
Bereits am 24. März wurde ein weiterer Einschlag in unmittelbarer Nähe des Kernkraftwerks registriert. Auch dieser Vorfall, so hieß es, habe keinerlei Auswirkungen auf den laufenden Betrieb gehabt. Die daraufhin von Russland veranlasste Evakuierung des Großteils der Belegschaft erfolgte offenbar aus reiner Vorsicht, während die verbliebenen Mitarbeiter die Aufrechterhaltung der Betriebssicherheit gewährleisten.
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