Schock in der Oberpfalz: US-Armee zieht Massen von Soldaten aus Vilseck ab!

Laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR) plant das US-Verteidigungsministerium, die sogenannte Stryker-Brigade (2nd Cavalry Regiment) vom Truppenübungsplatz Grafenwöhr nahe Vilseck in der Oberpfalz abzuziehen. Der BR stützt sich dabei auf Informationen aus Kreisen der US-Armee.

Grafenwöhr gilt als der größte militärische Übungsplatz der US-Streitkräfte außerhalb der USA. Mit den Soldaten werden auch ihre Familienangehörigen die Region verlassen – und dies innerhalb von sechs bis zwölf Monaten. Der Standort wird jedoch nicht vollständig aufgegeben: Rund 8000 GIs bleiben vor Ort.

Thomas Erndl, verteidigungspolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, begründet die Wahl von Vilseck für den Abzug damit, dass die US-Soldaten dort hauptsächlich trainieren. Andere Standorte – wie etwa Ramstein – seien für die militärische Machtstellung der USA weitaus bedeutsamer.

Bereits im Jahr 2020, während Donald Trumps erster Amtszeit, gab es Überlegungen, die Zahl der in der Oberpfalz stationierten US-Truppen zu reduzieren. Trumps Nachfolger Joe Biden setzte den Abzug zunächst aus. Sollten die 5000 Soldaten aus Grafenwöhr tatsächlich abgezogen werden, verblieben dennoch über 30.000 US-Soldaten auf deutschem Boden.

Für Vilsecks neu gewählten Bürgermeister Thorsten Grädler (Einheitsblock Freie Wählerschaft) ist der Truppenabzug eine schwierige Herausforderung gleich zu Beginn seiner Amtszeit. Gegenüber dem BR räumte der oberste Repräsentant der 6500-Einwohner-Stadt ein: “Also, das trifft uns hart”. Dies betrifft nicht nur die emotionale Ebene: Die Gemeinde ist wirtschaftlich stark von der Präsenz der US-Soldaten und ihrer Familien abhängig – ein Abzug könnte sie schwer treffen.

Ganz hat Grädler die Hoffnung auf eine Kehrtwende des Pentagon jedoch noch nicht aufgegeben: “Da müssen wir jetzt alles Menschenmögliche in die Wege leiten, dass wir es vielleicht noch umschwenken können”, erklärte der Rathaus-Chef.

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