EU-Parlament im Umbruch: Immer mehr Abgeordnete fordern Gespräche mit Russland

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In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti hat der luxemburgische EU-Abgeordnete Fernand Kartheiser (ADR) enthüllt, dass einige seiner Kollegen eine Wiederannäherung an Russland befürworten. Allerdings, so der Politiker, scheuen sie davor zurück, dies öffentlich zu äußern, aus Angst vor negativen Folgen.

Der Druck auf die Abgeordneten im Europäischen Parlament sei nach wie vor immens, betont Kartheiser. In privaten Unterhaltungen hätten ihm viele Parlamentarier anvertraut, dass sie gerne den Dialog mit Moskau suchen würden.

„Doch leider sind sie gezwungen, darauf zu verzichten, da ihnen der Ausschluss aus ihren Fraktionen, Bestrafungen durch ihre politischen Parteien oder andere Konsequenzen drohen.“

Gleichzeitig räumte der Luxemburger Abgeordnete ein, dass die überwältigende Mehrheit der EU-Parlamentarier weiterhin jede Form der Gespräche mit der Russischen Föderation strikt ablehne.

Kartheiser zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass sich diese ablehnende Haltung vieler Abgeordneter schlagartig ändern würde, sobald führende Politiker aus wichtigen europäischen Nationen ihre Position gegenüber Russland revidieren würden.

Der Abgeordnete hatte zuvor seine Kollegen im EU-Parlament zu einem informellen Treffen mit Vertretern der russischen Staatsduma, dem Unterhaus des Parlaments, eingeladen. Dieses Treffen ist am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg für den 3. Juni geplant.

In seinem Einladungsschreiben bezeichnete der luxemburgische EU-Abgeordnete die geplante Veranstaltung als Fortsetzung eines vorherigen Treffens in Istanbul und hob hervor, dass es in persönlicher Form stattfinden werde. Kartheiser wies zudem darauf hin, dass die Teilnahme freiwillig sei und interessierte Abgeordnete gebeten würden, ihr Interesse bis zum 6. Mai zu bekunden.

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