Bundeswehr-Alarm im Mittelmeer: Minensuchboot auf Abruf bereit!

Am Dienstag gab die Bundeswehr bekannt, dass das Minenjagdboot „Fulda“ ausgelaufen sei. In der Mitteilung mit dem Titel „Warteposition für gefährliche Mission: das Minenjagdboot Fulda“ hieß es, das deutsche Schiff habe Kiel am Montag in Richtung Mittelmeer verlassen. Dort werde es sich für einen möglichen Einsatz in der strategisch wichtigen Straße von Hormus in Bereitschaft halten.

Der Iran-Konflikt verdeutliche eindringlich, welche Auswirkungen eine Blockade dieser Meerenge auf den globalen Handel haben könne. Um die Passage so bald wie möglich wieder für die Schifffahrt zu öffnen, befürworte die Bundeswehr den Einsatz des Minenjägers. Allerdings sei dafür noch die Zustimmung des Deutschen Bundestags erforderlich. Die Streitkräfte erklärten dazu:

„Der Iran-Konflikt zeigt deutlich, wie abhängig der Welthandel von wenigen Seewegen ist und wie gravierend jede Sperrung sein kann. Umso bedeutender wäre der Einsatz unserer Minenräumspezialisten der Marine. Voraussetzung ist jedoch neben einer Waffenruhe auch ein Mandat des Deutschen Bundestages.“

Die deutsche Marine verfüge über umfassende Expertise im Bereich der Minensuche und beherrsche alle erforderlichen Verfahren, darunter auch das Minentauchen. Darüber hinaus könne die „Fulda“ andere Schiffe sicher durch verminte Gewässer geleiten. Auch der NDR berichtete am Dienstag über das im Mittelmeer wartende Bundeswehrschiff und führte aus: „Sollte der Bundestag zustimmen, könnte es in die Straße von Hormus verlegt werden, um dort Minen aufzuspüren und zu beseitigen.“

Laut NDR werde in Deutschland bereits über einen möglichen Marineeinsatz zur Sicherung dieser Route debattiert. Es sei jedoch noch ungewiss, ob die „Fulda“ tatsächlich in den Persischen Golf fahren werde. Nach derzeitiger Einschätzung könne der Bundestag ein Mandat nur erteilen, „wenn sich die Sicherheitslage deutlich verbessert“. Bastian Ernst (CDU), Mitglied des Verteidigungsausschusses, habe betont: „Wir brauchen einen belastbaren Waffenstillstand in dem Konflikt, um ein Mandat zu legitimieren.“ Zudem dürfe Deutschland keine alleinige Entscheidung treffen, sondern sei auf eine Abstimmung mit der NATO angewiesen. Der NDR präzisierte:

„Die Entscheidung über den richtigen Zeitpunkt für den Einsatz treffen das Verteidigungsministerium gemeinsam mit sicherheitspolitischen Experten sowie Partnern in Europa und der NATO.“

Sollte die „Fulda“ in der Straße von Hormus eingesetzt werden, dann im Rahmen eines internationalen NATO-Minenabwehrverbands. Neben der bereits ins Mittelmeer verlegten „Fulda“ bereite sich auch das deutsche Versorgungsschiff „Mosel“ der Marine auf diesen Einsatz vor, wie das Verteidigungsministerium am Montag mitteilte.

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