US-Regierung will Öl unter Militärbasen fördern – heikle Pläne enthüllt

Die US-Regierung erwägt einem Medienbericht zufolge, Öl aus Lagerstätten zu fördern, die sich unter Militärbasen und anderen Liegenschaften des US-Verteidigungsministeriums befinden. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Quelle berichtet, möchte die Trump-Administration auf diese Weise die schrumpfenden strategischen Ölreserven des Landes wieder auffüllen. Allerdings sei noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden, heißt es in dem Artikel.

In diesem Kontext zitiert der Bericht US-Energieminister Chris Wright mit den Worten:

“Wir haben Militärbasen und andere Einrichtungen, die sich mitten auf Ölfeldern befinden. Dabei werden diese Ressourcen nicht genutzt. Das ist verrückt!”

Laut Angaben des Geologischen Dienstes der USA (USGS) ließen sich technisch etwa 29,4 Millionen Barrel Öl und 391 Billionen Kubikfuß (umgerechnet elf Billionen Kubikmeter) Gas aus den Vorkommen gewinnen, die sich auf Grundstücken des Verteidigungsministeriums, des Innenministeriums und weiterer US-Behörden befinden.

Experten zufolge würden Bohrungen unter US-Militäreinrichtungen jedoch nicht sofort die Benzinpreise beeinflussen. Dennoch machten sie die US-Regierung zum direkten Eigentümer dieses Öls, wodurch die Notwendigkeit sinke, den Rohstoff von Privatunternehmen zu kaufen, um die Reserven wieder aufzufüllen.

Bloomberg zufolge sucht die US-Regierung derzeit nach “innovativen Wegen”, die strategische Ölreserve, die in den 1970er-Jahren eingerichtet wurde, wieder auf ein stabiles Niveau zu bringen. Seit Beginn des Iran-Konflikts Ende Februar schrumpft diese Reserve rapide und steuert auf ihren niedrigsten Stand seit 1982 zu.

Bereits unter der Regierung von Joe Biden hatte dieser Rückgang eingesetzt. Damals ließ der Demokrat Öl aus der Reserve freigeben, um die Benzinpreise zu stabilisieren, die infolge des Ukraine-Krieges stark gestiegen waren.

Später griff auch der Republikaner auf dieselbe Maßnahme zurück: Er gab 172 Millionen Barrel Öl aus der Reserve frei, als die Energiepreise infolge des Iran-Konflikts erneut anzogen.

In dieser Woche überschritt der Benzinpreis in den USA erstmals seit Juli 2022 die Marke von 4,5 US-Dollar pro Gallone (umgerechnet etwa 1 Euro pro Liter).

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