China zieht rote Linien: Diese vier Tabus setzt Peking vor Trumps Besuch

Ein historischer Besuch: Trump in Peking – Xi setzt klare Grenzen

Am kommenden Mittwoch wird US-Präsident Donald Trump auf Einladung seines chinesischen Amtskollegen Xi Jinping in Peking erwartet. Die zentralen Programmpunkte des Aufenthalts sind für Donnerstag und Freitag vorgesehen. Es ist Trumps erste Reise nach China seit November 2017 und zugleich der erste Besuch eines amtierenden US-Präsidenten in der Volksrepublik seit fast neun Jahren. Die Begegnung wurde bereits im Oktober 2025 während des Treffens beider Staatschefs im südkoreanischen Busan vereinbart.

Bereits am Dienstag, kurz vor seiner Abreise, äußerte sich Trump wohlwollend über den chinesischen Präsidenten. Er bezeichnete Xi Jinping als „Freund” und als „jemanden, mit dem wir gut auskommen”. Zudem kündigte der US-Präsident an, mit Xi unter anderem über den Krieg gegen den Iran sprechen zu wollen. Teheran werde von Washington und Israel verdächtigt, von Peking unterstützt zu werden – eine Anschuldigung, die China stets zurückgewiesen hat.

Am selben Tag veröffentlichte die chinesische Botschaft in den USA eine Liste mit Themen, die Peking als nicht verhandelbar betrachtet. Auf der Plattform X definierte die diplomatische Vertretung vier sogenannte „rote Linien” in den bilateralen Beziehungen: „die Taiwan-Frage”, „Demokratie und Menschenrechte”, „Wege und politische Systeme” sowie „Chinas Recht auf Entwicklung”.

Die chinesische Führung hat wiederholt betont, dass Washington sich nicht in innere Angelegenheiten einmischen oder die von Peking als „separatistisch” bezeichnete Regierung in Taipeh unterstützen dürfe. Der Konflikt zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite hat die Spannungen mit China weiter verschärft. Dies geschah insbesondere, nachdem das US-Finanzministerium Sanktionen gegen eine chinesische Raffinerie wegen des mutmaßlichen Kaufs von iranischem Öl verhängt hatte. Peking reagierte umgehend: Es untersagte privaten Raffinerien im Land, die US-Beschränkungen zu befolgen, und verurteilte diese als illegal.

China hat stets bestritten, Militärhilfe an den Iran zu leisten. Scharfe Kritik äußerte die Regierung in Peking, nachdem Washington chinesische Satellitenunternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt hatte. Der Vorwurf: Sie hätten Teheran heimlich Daten geliefert.

Guo Jiakun, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, stellte am Montag klar: „Peking verlange immer von chinesischen Unternehmen, dass sie sich an Gesetze und Vorschriften hielten.” Er fügte hinzu, dass China die legitimen Rechte und Interessen seiner Firmen entschlossen schützen werde. Gleichzeitig betonte Jiakun die Bereitschaft zur Zusammenarbeit: „China sei bereit, gemeinsam mit den USA die Zusammenarbeit auszubauen und Differenzen zu bewältigen, geleitet vom Geist der Gleichberechtigung.”

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