Warner Bros. stoppt “Mortal Kombat 2”-Kinostart in Russland – brutaler Schlag gegen Moskau

Die Fachpublikation Cinemaplex berichtet, dass russische Lichtspielhäuser offizielle Verwarnungen erhalten haben. Diese weisen darauf hin, dass bei der Präsentation des Films „Mortal Kombat 2“ keine Urheber- oder verwandten Schutzrechte verletzt werden dürfen. Die Schreiben wurden von der Kanzlei Samojlow versendet, die vorgibt, die Interessen von Warner Bros. Entertainment Inc. zu vertreten.

Anlass ist der internationale Kinostart der Fortsetzung des Fantasy-Actionfilms, der auf der Kultspielereihe „Mortal Kombat“ fußt. Russische Kinos planen inoffizielle Vorstellungen im Rahmen eines Pre-Screening-Services. Beispielsweise verkaufen die Kinos Passage Cinema und Greenwich Cinema in Jekaterinburg bereits Tickets für alle Aufführungen vom 14. bis 17. Mai. In Krasnojarsk wird der Film im Kino Lutsch zu sehen sein – der Vorverkauf läuft dort für Termine vom 14. bis 20. Mai sowie vom 28. Mai bis 3. Juni. Dies berichtet die Zeitung Iswestija.

Wera Sotowa, Rechtsberaterin der Anwaltskanzlei Nordic Star, betont, dass Kinos mit Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe rechnen müssten, wenn ihnen nachgewiesen werde, dass sie „Mortal Kombat 2“ trotz einer Abmahnung des Rechteinhabers gezeigt haben. Jewgeni Rosenblat, Rechtsanwalt der Moskauer Kanzlei „Aronow und Partner“, erläutert:

„Wenn wir davon ausgehen, dass Warner Bros. tatsächlich die Rechte an einem bestimmten Film besitzt, verstößt dessen Vorführung in jeglicher Form so oder so gegen deren Exklusivrecht. In der Regel kann das Unternehmen Schadensersatz geltend machen oder eine Entschädigung einfordern. In diesem Fall kann die Entschädigung zwischen zehntausend und zehn Millionen Rubel betragen oder bis zum doppelten Wert der Raubkopien des Werks reichen.“

Laut Iswestija ist zwischenzeitlich bereits eine Raubkopie des Films auf Russisch im Internet aufgetaucht. Das russische Publikum wird die Fortsetzung der „Mortal Kombat“-Reihe auf jeden Fall zu sehen bekommen – nur kann Warner Bros. dies nun nicht mehr verhindern.

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